Die Zukunft der Menschheit beginnt nach dem Ende der Welt. Nach dem Untergang der Erde im Jahre 2150 besiedelt der Rest der Menschheit den Mars. Doch die neue Heimat birgt ein gefährliches Relikt von einem fernen Ort, aus längst vergangener Zeit. Auf einer Odyssee durch atemberaubende Welten, im Kampf gegen den Feind und verraten von der eigenen Regierung, brauchen Ihre Helden und Armeen eine starke Hand. Lassen Sie sich von diesem fesselnden Strategiespiel in das Jahr 2160 entführen, und nehmen Sie die Herausforderung an. Entscheiden Sie über das Schicksal des Universums.

Die Eurasian Dynastie (ED) ist eine Fraktion, deren Handlungen von roher Gewalt und unerbittlichem Militarismus geprägt sind. Sie ist auch die Supermacht gewesen, die den Nuklearkrieg ausgelöst hat. Ihr Gegner sind die United Civilized States (UCS), eine ursprünglich von Dekadenz geprägte Supermacht, deren Gesellschaft sich von Robotern abhängig machen ließ. Durch einen Systemfehler wird sie mit für den Krieg verantwortlich gemacht. Der Dritte Weltkrieg zwischen diesen beiden Supermächten endete 2150 in der totalen Vernichtung der Erde. Der einzige Zufluchtsort ist der Mars, aber der Krieg geht hier unverbittert weiter, denn der Lebensraum ist bereits mit Basen der Lunar Corporation (LC) belegt, die ihr Territorium natürlich verteidigen will und den Evakuierungsschiffen wenig Freundlichkeit entgegenbringt. Die LC diente ursprünglich der Erforschung des Weltalls und begann aber im Laufe der Jahre, Orbitalstädte zu errichten und sich auch in militärischer Hinsicht weiter zu entwickeln. Aber als wäre diese Situation nicht schon kompliziert genug, mischt noch eine vierte Rasse in diesem Wettstreit mit: Aliens. Aber davon will niemand etwas wissen… dies soll sich als fataler Fehler herausstellen.

Im Kampagnenmodus, der aus insgesamt 4 Kampagnen besteht (also für jede Rasse eine), müssen Sie zuerst als einer der Hauptfiguren auf der Seite der LC oder ED kämpfen, wobei letztere ein wichtiges Tutorial für alle Einsteiger beinhaltet. Haben Sie diese Kampagnen erfolgreich abgeschlossen, werden die Kampagnen für UCS und die Aliens frei geschaltet. Neu bei Earth 2160 sind im Gegensatz zu den beiden Vorgängern zwölf virtuelle Agenten, die das Spielgeschehen maßgeblich beeinflussen können, die aber nur für die Dauer des Auftrages mit Ihrem Equipment zur Seite stehen. Ihren Helden können Sie anweisen, seine Waffen automatisch je nach Situation auszuwählen. In einem Inventarmenü sehen Sie sämtliche in Ihrem Besitz befindlichen Waffen und Kits.
Im so genannten Skirmish-Modus können Sie auf 16 Zusatzkarten Einzelpartien gegen den Computer spielen. Dieser Modus ist für alle diejenigen interessant, die sich mit den spezifischen Fähigkeiten und Einheiten der jeweiligen Rasse auskennen. Hier geht es darum, schnellstmöglich Rohstoffe zu sammeln um eine Basis auszubauen, eine Verteidigung zu errichten und eine Angriffsstreitmacht für die totale Zerstörung des Gegners aufzustellen. Dabei dreht sich alles um die Hauptressourcen Wasser, Metall und Kristall, wobei Sie die Ressourcenverteilung für die Bereiche Gebäude, Einheiten und Forschung vorgeben können. Das Konstruktionsmenü gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die Möglichkeiten zur Produktion Ihrer Einheiten und welchen Level Sie hierfür benötigen. Hier können Sie auch Ihre eigenen Einheiten auf Grundlage eines Basismodells zusammen bauen. Auch Technologien und Upgrades müssen erforscht werden, damit Sie höher entwickelte Einheiten fertigen können. Die Aliens haben allerdings keine Forschung, aber dafür können diese ihre Einheiten duplizieren und weiter entwickeln.
Ein besonders gelungenes Feature ist die Bild im Bild, denn dadurch haben Sie die Möglichkeit, Ihre Basis im Auge zu behalten und Einsätze an ganz anderen Orten durchzuführen. Hierfür gibt es verschiedene Kameraeinstellungen wie zum Beispiel eine Onboard-Kamera auf den Einheiten - sieht nett aus, taktisch aber eher fragwürdig.

Die Steuerung der Einheiten und das Kommandieren verhält sich so wie in diesem Genre üblich: Mit Tastatur und Maus. Einheiten können gruppiert und mit Tastendruck sofort aufgerufen werden, Symbole auf dem Bildschirm geben die möglichen Kommandos vor. Nach erfolgreichem Kampf erhalten die Einheiten nach einem vorgelegten Schema Erfahrungspunkte zugeteilt, die die Gesundheit erhöhen und die Schadensfähigkeit verbessern.
Jede Rasse baut Ihre Basen in unterschiedlicher Weise, jedoch wird immer ein Hauptgebäude als Ausgangsgrundlage benötigt. Die ED baut modular, d.h. die einzelnen Basisteile werden seitlich an anderen Modulen angedockt. Die LC konstruiert Ihre Gebäude im Orbit und diese werden dann an den von Ihnen bestimmten Stellen abgeliefert, allerdings werden weitere Bauteile wie bei einem Sandwich einfach oben drauf gesetzt. Die UCS baut Basen auf herkömmliche Weise, braucht dem entsprechend also den meisten Platz. Die Einheiten der Aliens sind organisch und brauchen keine Basis, Ihre Einheiten müssen sich klonen um sich zu vermehren und sind nur während des Klonvorganges unbeweglich. Durch Transformation verändern sie ihre Eigenschaften und Stärke. Man verliert schnell den Überblick, zumal manche Einheitsbezeichnungen nicht sprechend sind. Dafür wurde eine Produktionskarte beigefügt, die Ihnen sagt, wie und wann Sie was bauen können. Ganz wichtig ist es aber auch, einen Blick in das sehr umfangreiche Handbuch zu werfen.
Die Grafik in Earth 2160 ist sehr detailfreudig, deutlich wird dies vor allem, wenn man mal die Einheiten heranzoomt. Auch überhaupt fügen sich die Einheiten sehr gut in die Landschaft mit ein, wirken also keineswegs fehl am Platz. Und auch soundtechnisch wird den Fans so einiges geboten, denn als kleines Schmankerl wurde der komplette Soundtrack auf CD dem Spiel beigepackt.
Für diejenigen, für die der Einzelspieler-Modus keine Herausforderung mehr darstellt, bietet sich der Mehrspieler-Modus an. Ob im eigenen Netzwerk oder über das Internet im so genannten Earth-Net, hier haben Sie die Möglichkeit mit insgesamt 8 Spielern zu spielen.