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Review

S.T.A.L.K.E.R.: Call Of Pripyat

PC-CD/DVD
Wertung   
8 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 26.12.2009

1986, genauer gesagt am 26. April um 1:23 morgens, schmolz der Kern im Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks in Tschernobyl und verseuchte weite Flächen Russlands. Die Regierung sah sich gezwungen, ein riesiges Gebiet um diesen Reaktor zum Sperrgebiet zu erklären und die so genannte \"Zone\" einzurichten. Mehr als 160.000 Menschen im Umkreis von 30 km wurden schleunigst entfernt. Vielen Menschen haben damals gedacht, es sei nur eine vorübergehende Evakuierung, aber niemand sollte seine Heimat jemals wieder sehen. Nach den letzten Ereignissen im Jahre 2012, in dem es dem Stalker Strelok gelang, die Brain Scorcher zu deaktivieren – mächtige Psy-Emitter, die ein menschliches Gehirn innerhalb weniger Sekunden in Brei verwandeln können -, gab es einen gewaltigen Ansturm von Schatzsuchern, die in das Zentrum der Zone vordrangen. Einige waren auf der Suche nach Artefakten, andere wiederum hofften, den legendären Wish Granter zu finden. Die Regierung sah sich deshalb gezwungen, eine Operation namens Fairway ins Leben zu rufen. Dutzende Helikopter machten sich auf den Weg, Spezialeinsatzkräfte zum Zentrum zu bringen. Aber kein Helikopter erreichte sein Ziel. Deshalb wird Major Alexander Degtyarev losgeschickt, um vor Ort die Ursachen zu ermitteln.

Das Gameplay hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert. Natürlich können Sie die Steuerung wieder ihren Bedürfnissen anpassen, aber bis auf einige Kleinigkeiten sollten sich auch unerfahrene Spieler schnell zu Recht finden. Gespielt werden kann in 4 Schwierigkeitsstufen, die Stufe wirkt sich dann auf die Gefährlichkeit von Anomalien, Mutanten und menschlichen Gegnern aus. Der obligatorische HUD fehlt auch bei \"Stalker – Shadow of Pripyat\" nicht und versorgt Sie mit Anzeigen über Ihren Gesundheitszustand, Waffenstatus und einer Minikarte. Insgesamt gibt es zudem noch 4 Slots, in denen Sie wichtige Gegenstände wie Medikits, Bandagen oder auch Nahrungsmittel lagern können und im Notfall über eine Taste direkt verwenden können. Virtuell befinden sich diese Sachen in Ihrem Rucksack, der natürlich auch irgendwann einmal voll ist. Durch so genannte Risiko-Piktogramme werden Sie über Gefahren informiert, die sich in Ihrer Umgebung aufgetan haben. Diese Gefahren können Blutverlust, Strahlenbelastung, Hunger oder auch Müdigkeit zur Folge haben, Sie sollten also unbedingt auf die Warnungen achten. Es gibt aber auch noch Piktogramme mit guten Eigenschaften, die sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken beziehungsweise auf Ihren allgemeinen Zustand. Sie geben Ihnen Schutz gegen Strahlung oder vor Chemikalien und auch vor Psy-Emissionen und stellen Ihre Gesundheit wieder her. Wie im richtigen Leben geht natürlich auch in der verseuchten Zone nichts ohne die entsprechenden finanziellen Mittel. Dieses müssen Sie sich aber durch Erledigung von Aufgaben verdienen und können dann Ausrüstung oder neue Waffen kaufen. Über die Inventarübersicht können Sie Ihre Besitztümer verwalten und anwenden. Ganz wichtig für das Überleben ist ein Schutzanzug, der Sie nicht nur vor Gegnern schützt, sondern auch vor den Gefahren, die in der Umgebung auf Sie lauern. Natürlich geht nichts ohne Waffen und hier findet sich sozusagen der Shooter-Standard. Also alles, was zu einem ordentlichen Shooter gehört: Pistolen, Schrotflinten, Sturmgewehre, schwere Waffen gegen gepanzerte Geräte, Granaten und Scharfschützengewehre. Die Effektivität dieser Waffen wird unterteilt in vier Bereiche: Genauigkeit, Handhabung, Schaden und Feuerrate. Im Laufe des Spiels werden Sie sicherlich mehrfach Gelegenheit haben, sich Ihren Lieblingswaffentyp auszusuchen. Meist werden Sie aber um einen ordentlichen Mix aus Nahkampf- und Fernwaffen nicht herumkommen. Ganz wichtig ist zudem, den Zustand der Waffen im Auge zu behalten, denn mit der Zeit verschleißen die Waffen und sie werden unzuverlässig. Zur Orientierung im Feld besitzen Sie einen PDA, über den Sie neben einer detaillierten Karte auch eine Übersicht über die erhaltenen Mitteilungen und erfolgten Dialoge. Mit vielen Leuten kann man direkt in Kontakt treten. Hierzu genügt es, sich vor diese Person zu stellen und die angezeigte Taste zu drücken. Viele Charaktere verlangen allerdings, dass Sie Ihre Waffe verstecken, erst dann sind sie bereit, mit Ihnen zu sprechen. Ein wichtiger Teil von Stalker Call of Pripyat ist der Handel. Hier können Sie Ihren Rucksack wieder auffüllen oder auch gesammelte Teile verkaufen. Auf Ihrer Reise kommen Sie auch an Camps vorbei, in denen Sie Spezialisten für die Reparatur und Modifikation von Waffen finden können. Diese Spezialisten werden Ihnen sehr oft helfen müssen, denn wie bereits oben schon erwähnt, neigen die Waffen bei häufigem Gebrauch zum Verschleiß. Außerdem ist es immer mal wieder ganz nützlich, die eine oder andere Modifikation vorzunehmen, um sich die Gegner leichter vom Hals halten zu können.

Die Grafik verlangt Ihrer Hardware so einiges ab, wenn Sie sämtliche Einstellungen einschalten beziehungsweise auf \"Hoch\" stellen. Natürlich können Sie auch mit niedrigeren Einstellungen spielen, aber dann ist der Spielspaß doch recht mager, zumal die Atmosphäre gerade bei hohen Auflösungen richtig zur Geltung kommt. Ein Hinweis an dieser Stelle: Selbst mit unserem Testrechner sehen die Texturen wenig anspruchsvoll aus, das Spiel war aber gut spielbar. Ein Blick in die Video-Einstellungen des Spiels zeigt dann aber auch ganz schnell, wie viel grafisches Potential in \"Stalker\" steckt. Hardcore-Gamer können sich hier komplett austoben und neben Wasser- auch Parallax-Effekte einstellen sowie die Tiefenschärfe, Landschaftsdetails, Grasdichte, Sonnenschatten und, und, und einstellen. Und auch die Soundqualität begeistert. Vor allem, wenn man Besitzer entsprechender Hardware ist, die EAX unterstützt. Letztendlich jedoch wird die Atmosphäre durch die düstere und verseuchte Landschaft erzeugt. Insgesamt führt Sie Ihre Reise in drei verschiedene Gebiete: Die Flussregion von Prypiat, ein Fabrikgelände und die Stadt Prypiat selbst mit vielen Schauplätzen.

Im Mehrspieler-Modus können Sie mit bis zu 32 Spielern antreten. Für das Online-Spiel ist aber ein Gamespy-Account Voraussetzung. Schöner wäre es gewesen, wenn hier offene Server bereitgestellt würden. Haben Sie sich über Ihren Account bei Gamespy angemeldet, stehen die vier Spielmodi Death Match, Team Death Match, Arctifact Hunt und Capture the Artifact zur Auswahl. Bis auf den Namen sind aber auch die letzten beiden Match-Typen alte Bekannte, bei denen man dem Gegner Artefakte abnehmen und in seine Basis zurückbringen bzw. bringen muss. In den Mehrspielerspielen steht die gesamte Bandbreite an Ausrüstung und Waffen zur Auswahl, allerdings ist auch hier ausreichend Geld und ein entsprechender Rang Voraussetzung, um diese benutzen zu können.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Was zuerst auffällt ist, dass man weite Strecken zu Fuß zurücklegen muss. Aber das kennt man schon von den Vorgängern und mag eingefleischte Stalker nicht mehr zu schrecken. Der dritte Teil präsentiert sich etwas reifer, wie zum Beispiel die 4 Slots mit denen man auf wichtige Gegenstände direkt zugreifen kann. Durch so genannte Nebenquests kann der Spieler selbst entscheiden, wie er vorgehen möchte, wodurch deutlich mehr Abwechslung ins Spiel kommt. Ganz wichtig ist aber, einen entsprechenden Rechner zur Verfügung zu haben, der die ganzen Effekte auch perfekt darstellen kann. Ansonsten sieht die Landschaft recht müde aus und der Spieler wird auch nicht so recht von der Atmosphäre gefangen genommen. Das ist besonders wichtig, denn die Atmosphäre hebt dieses Spiel von anderen Ego-Shootern erst richtig ab.


und sonst noch ...
S.T.A.L.K.E.R.: Call Of Pripyat (Facts)
   




Stand: 26.12.2009
Facts
Titel: S.T.A.L.K.E.R.: Call Of Pripyat
Genre: Action
Publisher: bitComposer Entertainment AG
Release: 05.11.2009 PC-CD/DVD
USK: ab 18
Release:
Entwickler: GSC




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
Bis zu 32 Spieler im Netz
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im Internet: bis zu 32 Spieler



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