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Review

Prince of Persia : Die vergessene Zeit

Playstation 3
Wertung   
7 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 04.07.2010

Es ist schon unglaublich, wie der Prinz vermarktet worden ist. Es gibt nicht eine Konsole, für die es nicht irgendeine Version des berühmten Action-Adventures gibt. Und letztendlich hat er es Lara Croft nachgemacht und auch den Weg in die Kinos gefunden. Logisch, dass ein Spiel zum Film her musste. Nun brachte das Phänomen "Spiel zum Film" in der Vergangenheit in den seltensten Fällen ruhmreiche Umsetzungen zu Tage. Ob es dem Prinzen von Persien ähnlich ergeht, wie vielen anderen Konsolen-Umsetzungen … nun, die Zeit nehmen wir uns.
Aber worum geht es in diesem Spiel eigentlich? Per Prinz ist auf der Durchreise und möchte seinen Bruder Malik in dessen umstrittenem Königreich besuchen. Dieses liegt an der Grenze des Herrschaftsgebiets seines Vaters. Die Geschichte fängt mit der Belagerung des königlichen Palastes durch eine Mächtige Armee an. Malik beschließt, die uralten Kräfte des Sandes zu benutzen, um eine legendäre Armee zu entfesseln, die der Legende nach sogar einst König Salomon gedient haben soll. Das geht schief und seine Untertanen werden zu Salzsäulen erstarrt und die Stadt droht unter Sand begraben zu werden.
Dem Prinzen stehen mächtige Fähigkeiten zur Verfügung. Durch seine Macht über die Natur und die Zeit besitzt er einen großen Vorteil gegenüber seinen Gegnern. Er kann aus Sand Stangen oder Plattformen erschaffen, um weiter voran zu kommen. Und auch durch das Anhalten der Zeit ist es ihm möglich, Fallen und unbezwingbare Hindernisse zu bewältigen. Natürlich machen es ihm seine Gegner nicht leicht. Immer wieder wird er von ihnen attackiert und in heftige Kämpfe verstrickt. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Lösung von verzwickten Klettersituationen und Rätseln. Zwischendurch wird die Geschichte in kurzen Sequenzen weiter erzählt, aber dann wartet auch schon die nächste Klettertour auf den Spieler. Komplizierte Combos wie es sie in Assasins's Creed II gibt, belasten den Spieler nicht, denn außer dem Angriff und dem Power-Angriff finden sich keine weiteren Tastenkombinationen. Der Schwierigkeitsgrad wird in 3 Stufen unterteilt, jedoch wird immer wieder zwischen gespeichert, wenn man etwas schief geht. Wurde ein Gegner erledigt, erhält man seine Fähigkeiten und Lebensenergie wieder aufgeladen.

Die Steuerung ist eigentlich der große Knackpunkt dieses Spiels. Hat man einen ordentlichen Überblick, steuert sich der Prinz hervorragend und kann mühelos zwischen den Mauern hin und her springen. Oft aber macht die Kameraführung einen Strich durch die Rechnung. Sie können den Blickwinkel mit dem rechten Stick steuern. Aber das reicht in einigen Fällen nicht aus, weil sich die Kamera nur eingeschränkt schwenken lässt. Gerade wenn man sich in Ecken befindet, hätten die Programmierer Wände durchsichtig erscheinen müssen. Stattdessen gilt es die eine oder andere Vermutung zu vorzunehmen, wie man nun am besten weiter kraxelt. Zudem sehen einige Situationen kniffliger aus, als sie in Wirklichkeit sind. Ist man früher regelmäßig an Balanceaktionen verzweifelt, zaubert der Prinz nur noch ein müdes Lächeln in das Gesicht des Spielers. Es wird sehr vieles automatisch gemacht und auch das Springen in eine Fahne, um sich mit dem Messer nach unten zu schneiden, klingt gefährlicher, als es im Spiel ist.

Grafisch und musikalisch wird Ihnen ordentlich was geboten, allerdings nur auf den ersten Blick. Die Videosequenzen sind schön gerendert und auf die Figuren weisen eine ordentliche Detailtiefe auf. Allerdings kommt es gerade in den Videos zu unschönen Rucklern. Neben der oben erwähnten Sichteinschränkung ärgert man sich zudem auch noch über nicht sauber programmierte Umgebungsvariablen. Da schaut dann schon mal das eine oder andere durch eine Mauer durch. Der Sound hingegen klingt satt durch – sofern man in deren Besitz ist – die ordentlichen Boxen.


Fazit Playstation 3

von Burkhard Büttner

Viel Schein als Sein. Es ist unglaublich, dass Ubisoft – der Entwickler von Assassin's Creed II – hier mitgewirkt hat. Die Klettersequenzen sind doch sehr einfach gehalten, weil vieles automatisch abläuft. Dank der besonderen Fähigkeiten wirkt der Prince of Persia wie ein Übermensch und kann so spielend Rätsel lösen. Aber insgesamt wirkt das Spiel vor allem grafisch unausgereift. Es musste wohl zum Filmstart fertig werden. Fazit: Nicht schlecht, aber wer Kletterpartien nicht mag, sollte einen großen Bogen machen.


und sonst noch ...
Prince of Persia : Die vergessene Zeit (Facts)
   




Stand: 04.07.2010
Facts
Titel: Prince of Persia : Die vergessene Zeit
Genre: Action Adventure
Publisher: Ubisoft Entertainment GmbH
Release: 20.05.2010 Playstation 3
USK: ab 12
Release:
off. Website www.princeofpersi...




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: nicht vorhanden



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