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Review

Operation Flashpoint: Dragon Rising

PC-CD/DVD
Wertung   
7 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 22.11.2009

Im Pazifischen Ozean, nördlich von Japan, liegt die Insel Skira. Sie gehörte ursprünglich zu China, wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg erst von Japan und dann von Russland besetzt. Warum das Ganze? Natürlich geht es um Erdöl, und davon gibt es auf Skira noch sehr viel. Das wirtschaftlich mittlerweile herunter gekommene China wird von Protesten der eigenen Arbeiter gebeutelt und sieht nur noch in der Mobilisierung der Streitkräfte die einzige Chance, die Moral und den Zusammenhalt des gesamten Chinesischen Reiches zu festigen. So entschließt sich General Zheng, die Insel mit einem Blitzkrieg einzunehmen, was ihm auch erstaunlich schnell gelungen ist. Natürlich sehen das die Russen anders und mobilisieren ihrerseits die Streitkräfte entlang der gemeinsamen Grenze. Weil aber auch die Amerikaner Interesse an der Insel bekunden, schmieden sie zusammen mit Russland eine Alianz gegen China.

Dragon Rising ist der neueste Ableger der beliebten Reihe und nicht weniger anspruchsvoll. Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen, zumindest wenn man einen aktuellen Rechner sein eigen nennt. Die Hardware-Anforderungen sind nicht \"ohne\", aber wenn man sich den Hardware-Luxus gönnt, wird man mit einer sehr realistischen Spielumgebung belohnt: sich im Wind bewegendes Gras, weites und frei begehbares Land mit unterschiedlicher Struktur und so manches mehr versetzen Sie direkt in die Realität. Und auch die Bewegungen der gegnerischen Truppen wurden an reellen Bewegungsmustern angelehnt. Schießt man auf den Gegner, wirft er sich zu Boden und versucht in Deckung zu kriechen und zurück zu schießen. Die KI des Gegners ist trotz mancher Aussetzer gelungen, und so kommt es bereits in der leichtesten Einstellung zu sehr kniffligen Situationen, denn Sie müssen immer aufpassen, dass Sie nicht vom Gegner eingekreist werden. Und auch die KI ihres Teams ist brauchbar und in brenzligen Situationen können Sie sich auf deren Unterstützung verlassen. Aber wer Operation Flashpoint Dragon Rising als Ego-Shooter abstempelt, wird schnell eines Besseren belehrt. Zum einen müssen Sie auf Ihr Team acht geben. Zum anderen sollten Sie selbst versuchen, nicht entdeckt oder gar angeschossen zu werden. Denn mit der Benutzung des Verbandszeugs ist es leider nicht getan. Sie stillen lediglich die schlimmsten Wunden, Ihr Allgemeinzustand bessert sich dagegen nicht merklich. Das führt im Gefecht so weit, dass Sie nur noch verschwommen sehen und auch hören können und Ihre Reflexe dramatisch zurückgehen. Ein ganz wichtiges Instrument ist dabei das Befehlssystem, das Sie durch die Taste Q aufrufen. Hier können Sie innerhalb eines Gefechts Ihren Männern schnell Befehle erteilen. Diese Anweisungen gelten entweder für Ihr gesamtes Team oder einzelnen Teammitgliedern. Dabei geht es um grundlegende Taktiken: Formationen können Ihnen in brenzligen Situationen das Leben retten, denn letztendlich optimieren Sie dadurch Ihre Deckung und die Ausrichtung Ihrer Feuerkraft. Die wichtigsten Formationen sind sicherlich die Linien-Formation und die Keilformation, die Entscheidung für die jeweilige Variante ist natürlich situationsabhängig.
Sehr grundlegend sind Kenntnisse über die Fortbewegung unter Beschuss. Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie Ego-Shooter-like wild auf den Gegner zu rennen und schießen, was das Zeug hält. Deshalb können Sie Ihr Team beispielsweise anweisen, den Feind mit Unterdrückungsfeuer zu belegen. Eine grundlegende Taktik hierbei ist das so genannte Bounding-Manöver, in dem sich die Einheit in zwei Hälften aufteilt und getrennt vorrückt beziehungsweise auf den Gegner feuert. Aber auch die Moral der Truppe darf nicht außer acht gelassen werden, dass heißt es wird sehr wohl registriert, welche Art von Manöver Sie von Ihrem Team verlangen. Selbstmörderische Aktionen stehen hierbei nicht an erster Stelle. Vor allem, wenn Sie vorhaben, den Gegner direkt anzugreifen, sollten Sie dies beherzigen. Da ist oftmals ein Flankenangriff die bessere Alternative, als ein Sturmangriff. In bestimmten Fällen erhalten Sie aber auch noch von der Kommandozentrale Feuerunterstützung aus der Luft oder durch Artillerie. Zusammen gefasst kann man sagen, dass Sie im Gefecht unbedingt das Gelände nutzen, aufmerksam sein, auf Ihre Männer achten und auch mal einen Rückzug in Erwägung ziehen. Nur dann werden Sie den Ruf eines guten Offiziers erhalten.

Ein Blick in das Handbuch offenbart, was man während des Spiels befürchtet hat: Hier hat Microsoft seine Hand im Spiel. Genauer gesagt, die Xbox. Und so findet man an dieser Stelle die Abbildung eines Xbox-Controllers mit der Erklärung sämtlicher belegten Tasten unterteilt nach den verschiedenen Situationen wie Infanterie- und Befehlssteuerung oder die Bedienung von Fahrzeugen. Natürlich, daneben gibt es eine Spalte mit alternativen Tastaturbelegungen für die PC-Spieler, die neben Tastatur und Maus nicht auch noch einen Xbox-Controller angeschlossen haben. Während des Spiels fällt gerade bei der Bedienung von Fahrzeugen die mäßig reagierende Tastatursteuerung ins Auge. Dass dies anders geht, beweisen aktuelle Shooter.

Viel wichtiger als der Kampagnen-Modus, der ja nur durch eine Person gespielt werden kann, ist für die meisten sicherlich der Mehrspieler-Modus. Und der fehlt natürlich auch bei Dragon Rising nicht. Für das Online-Spiel müssen Sie allerdings zuerst ein eigenes Konto eröffnen. Eine interessante Option im Mehrspieler-Modus ist die Einzelmission, in der Sie bereits abgeschlossene Kampagnenmissionen als eigenständiges Spiel hosten und mit bis zu drei anderen Spielern gemeinsam spielen können. Alternativ können Sie auch bereits von Anfang an die Kampagne mit drei anderen Spielern durchspielen. Aber natürlich gibt es auch das klassische Team-Deathmatch, dessen Erklärung an dieser Stelle wohl eher überflüssig ist. Interessanter wird da schon die \"Infiltration\"-Variante, denn hier schlüpft ein kleineres Team in die Rolle des Sondereinsatzteams, während das größere Team versuchen muss, dieses Team zu stoppen.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Operation Flashpoint Dragon Rising ist nichts für reine Ego-Shooter-Fetischisten. Hier muss eine beachtliche Portion Taktik eingebracht werden, um sein Team zum Ziel zu bringen. Weniger ist hier mehr, also am besten sich erst gar nicht erwischen lassen, lautet die Devise. Grafisch ist OFDR sehr anspruchsvoll und bringt die Atmosphäre sehr gut rüber. Der Anspruch an den Spieler ist aber recht hoch angesiedelt, und so geraten Sie bereits im normalen Schwierigkeitsgrad in sehr frustrierende Situationen. Teilweise wird die Logik außer Acht gelassen, zum Beispiel gibt es auf der gesamten Insel keine Zivilisten, und die Steuerung ist für den PC nicht optimal angepasst worden. Alles in allem bietet Dragon Rising zwar keine spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger, aber durchaus unterhaltsame Action für lange Abende. Der Mehrspieler-Modus verwöhnt den Spieler leider nicht gerade mit Vielfalt, wenn sich aber vier Spieler privat zusammen finden, darf die


und sonst noch ...
Operation Flashpoint: Dragon Rising (Facts)
   




Stand: 22.11.2009
Facts
Titel: Operation Flashpoint: Dragon Rising
Genre: Ego - Shooter
Publisher: Codemasters GmbH
Release: 09.10.2009 PC-CD/DVD
USK: ab 16
Release:
Entwickler: Bohemia Interactive




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
pro Windows PC: 1 Spieler



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