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Review

Need for Speed: Shift

Playstation 3
Wertung   
8 von 10 Sternen


GamesView Hotgame

von Burkhard Büttner, 13.10.2009

Die Need for Speed-Reihe ist mittlerweile weltberühmt, allerdings hat gerade der letzte Teil mit seinem Undercover-Thema vor allem technisch überhaupt nicht zu überzeugen gewusst. Zeit also, sich komplett neu zu orientieren, fern ab von Straßenwerkstätten und illegalen Rennen mit Polizeiverfolgungen. Need for Speed Shift wird legal und findet auf abgesperrten Strecken statt. Auch hier geht es um aufgemotzte Fahrzeuge, aber diese sind für das professionelle Streetracing konstruiert worden.

Vor allem am Gameplay hat sich so einiges geändert. Eines aber vorab: Need for Speed Shift mag zwar den Eindruck erwecken, eine professionelle Rennsimulation zu sein, aber bereits nach einigen Runden wird klar, dass hier der Arkade-Spielspaß im Vordergrund steht. Zu Beginn müssen Sie sich ein Fahrerprofil anlegen. Unter diesem Profil werden dann sämtliche Fortschritte und Trophäen gespeichert. Eine Qualifikationsrunde ist Pflicht, denn hier wird das Können des jeweiligen Fahrers ermittelt und Ihr Renningenieur erstellt darauf hin die Standard-Spieleinstellungen. Selbstverständlich können diese Einstellungen nachträglich auch geändert werden. Prinzipiell müssen Sie Ihren eigenen Stil finden und die Straßen entweder als Respekt- oder als Angstgegner beherrschen. Während der Rennen sammeln Sie Profilpunkte für diverse Aktionen und gemeisterte Herausforderungen, sich hierüber einen Überblick zu verschaffen ist wegen der Vielfalt allerdings fast unmöglich. Am Ende des Rennens werden sämtliche Punkte aufgelistet und Sie können auf Ihrer Karriereleiter eine Stufe höher klettern, wenn Sie genügend Punkte gesammelt haben. Je nach Erfolg erhalten Sie zusätzlich noch weitere Wettkämpfe, so genannte Einladungsevents. Hier können Sie zusätzliches Geld verdienen und nehmen an unterschiedlichen Events teil. Hierbei unterscheiden sich die Ziele je nach Rennen. Da gibt es herkömmliche Rennen, in denen Sie auf den ersten drei Plätzen landen sollen. Im Eliminator-Rennen sollten Sie unbedingt vor dem jeweils letzten Wagen bleiben, denn der letztplatzierte Fahrer scheidet automatisch nach Rundenende aus. Im Fahrer-Duell müssen Sie einem sehr guten Gegner hinterher fahren oder ihn abhängen, insgesamt müssen zwei von drei Rennen gewonnen werden. In der Serie gibt es verschiedenen Rennen zu fahren und am Ende siegt der Fahrer mit den meisten Serien-Punkten. In weiteren Events müssen Sie noch Ihre Ausdauer und die Ihres Fahrzeuges beweisen oder in Hersteller-Rennen das jeweilige angebotene Fahrzeug zum Sieg führen. Natürlich gibt es auch die traditionellen Zeitrennen zu fahren, in denen Sie eigentlich nichts anderes machen müssen als Rundenrekorde aufzustellen, sowie die so genannte heiße Runde, in der vorgegebenen Zielzeiten unterboten werden müssen. Gefahren wird in der ganzen Welt auf den – wenn man EA Games glauben mag – auf den härtesten Strecken der Welt in London, Tokyo, Road America und vielen anderen Orten. Und natürlich gibt es auch Rivalen. Das sind Fahrer, die besonders gut fahren können und die es nicht sehr gerne sehen, wenn Ihnen ein Neuling zeigt, wo der Hammer hängt. Wenn Sie in jedem Wettkampf eine Podiumsplatzierung erreichen, wird Ihnen irgendwann einmal ein solcher Rivale eine Herausforderung aussprechen. Und natürlich geht es auch hier wieder um Geld und Sterne.

Aber was wäre Need for Speed ohne sein Tuning? Eben, und deshalb haben Sie auch in Shift massenhaft Gelegenheit, Ihr Fahrzeug zu tunen oder sich ein ganz neues zu kaufen. Nett an dieser Sache ist, dass Sie sogar Fahrzeuge von namhaften Herstellern fahren und tunen dürfen. Zum Beispiel steht Ihnen der neue VW Scirocco zur Verfügung, aber auch Freunde von BMW und Audi kommen auf ihre Kosten und sogar ein Porsche 911er steht neben fast 70 lizensierten Fahrzeugen zur Auswahl. Ihre Tuning-Maßnahmen wirken sich auf elementare Fahrzeugeigenschaften aus, wie Aerodynamik, Schaltung, Lenkverhalten oder Beschleunigung und natürlich auch auf die Optik, schließlich will man sich auf der Strecke ja auch präsentieren. Das mag für unerfahrene Tuner alles verwirrend sein, schließlich ist nicht jeder ein KFZ-Meister. Um Ihnen die Angst vorm Tuning zu nehmen, hat EA Games einen Ingenieur einbauen lassen. Über das so genannte Schnelltuning müssen Sie diesem einfach nur sagen, worauf er sich konzentrieren soll: Lenkung, Getriebe, Handling oder Abrieb. Den Rest erledigt er von selbst.

Der Speicherbedarf ist schon recht üppig und es dauert eine ganze Weile, bis die 3 GB Daten auf die Platte geschaufelt worden sind. Dafür aber haben die Programmierer ihre Hausaufgaben gemacht und ein grafisch ansprechendes und vor allem nahezu Ruckel freies Spiel auf die Konsole gezaubert. Für Grafik-Enthusiasten gibt es aber eine schlechte Nachricht, denn das Spiel unterstützt lediglich eine HD-Auflösung von 720p. Das ist zwar schade, aber der Preis dafür ist ein flüssiger Spielablauf. Das Streckendesign ist liebevoll umgesetzt worden und durch die Geschwindigkeitsabhängige Unschärfe und Verwischungseffekte kommt nun endlich auch wirklich ein Geschwindigkeitsgefühl auf. Ein Fakt, den man in \"Undercover\" schmerzlich vermisst hatte. Hier haben die Programmierer definitiv ihre Hausaufgaben gemacht. Gut so! Ein Schadensmodell wurde auch implementiert, katastrophale Auswirkungen auf das Fahr- und Lenkverhalten des Fahrzeuges wie in Race Driver Grid finden sich hier allerdings nicht. Aber das wäre ja auch nicht Need for Speed. In Need for Speed ging es schon immer um den Spielspaß und nicht um den Anspruch, eine ausgeklügelte Rennsimulation zu sein. Die Steuerung kann dem eigenen Können angepasst werden. Für Anfänger empfehlen sich hier besonders die Einstellungen im Bezug auf die Steuerung des Fahrzeuges. Optional kann auch eine Optimal-Linie eingeblendet werden, diese verändert die Farbe von Grün auf Rot, wenn der Fahrer zu schnell in eine Kurve hineinfährt und Gefahr läuft, von der Strecke abzukommen. Natürlich sollte jeder Rennfahrer ein eigenes Lenkrad besitzen, aber auch mit dem Controller lassen sich die Fahrzeuge erstaunlich gut bedienen. Sehr schwierig wird es allerdings, wenn sämtliche Hilfen ausgeschaltet worden sind. Denn dann steuern sich manche Fahrzeuge sehr unkomfortabel und die Räder neigen zum Durchdrehen. Vom Gefühl er ist das hier etwas zu viel des Guten. Zum Sound gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Zumindest nichts Schlechtes. Wie von Need for Speed gewohnt, dröhnen satte Bässe aus den Lautsprechern, und – ein entsprechendes Lautsprechersystem samt Verstärker vorausgesetzt – vor allem die Soundkulisse verwandelt das heimische Wohnzimmer in einen Rennstall.

Falls Sie im Besitz eines Playstation-Network-Kontos und einer dazu erforderlichen Internetverbindung sind, dürfen Sie sich auch Online auf diversen Strecken tummeln und zeigen, was Sie drauf haben. Hier haben Sie die Wahl, sich an Ranglisten-Spielen zu beteiligen und Ihre Ergebnisse in eine Rangliste eintragen zu lassen oder aber außerhalb von Wertungen einfach nur so gegen andere echte Gegner zu fahren. Leider ist die maximale Anzahl an Fahrern auf 8 Personen begrenzt.


Fazit Playstation 3

von Burkhard Büttner

Endlich wieder ein Need for Speed, was Spaß macht, ohne zu ruckeln. Es wurde wirklich Zeit, dass sich diese Reihe vom Underground-Thema löst und in fremdem Gebiet wildert. Und das macht Need for Speed Shift erstaunlich gut, allerdings kann es Titeln wie Gran Turismo oder Race Driver Grid nicht ganz das Wasser reichen. Trotzdem glänzt Need for Speed Shift mit cooler Grafik, ausgereifter Steuerung und einfach viel Spielspaß und sorgt dank des hervorragenden Sounds für so manchen unterhaltsamen Abend.


und sonst noch ...
Need for Speed: Shift (Facts)
   
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News
16.11.2012 Need for Speed Most Wanted Demo




Stand: 13.10.2009
Facts
Titel: Need for Speed: Shift
Genre: Rennsimulation
Label: EA Games
Release: 17.09.2009 Playstation 3
USK: ab 6
Release:
Entwickler: Slightly Mad Studios
off. Website www.needforspeed.de




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