Home > Spieletests > Windows PC > Mass Effect 3

Review

Mass Effect 3

PC-CD/DVD
Wertung   
9 von 10 Sternen


GamesView Hotgame

von Burkhard Büttner, 07.04.2012

Zu allem Überfluss findet sich keine Allianz der galaktischen Spezies, um sich diesen Invasoren in den Weg zu stellen. Im letzten Teil der Trilogie um Commander Shepard muss sich erst einmal um Verstärkung bemühen und das bedeutet einen Haufen Arbeit.
Die Geschichte von Mass Effect 3 beginnt auf der Erde. Niemand hat Shepard die Bedrohung durch die Reaper abgekauft und ihn stattdessen sogar unter Arrest gestellt. Aber mit der Landung der Reaper wird er ganz schnell wieder in den aktiven Dienst gestellt. Gleich zu Beginn muss er vor riesigen Wolkenkratzer-hohen Angriffsmaschinen fliehen und sich den Weg durch die feindlichen Truppen zur neuen Normandy freischießen, dem Flaggschiff, das er vor seiner Suspendierung befehligt hat. Knapp dem Tod entkommen, gilt es nun, andere Spezies wie Kroganer, Salarianer und auch die Turianer zu einer gemeinsamen Allianz zu überreden. Kenner der Serie werden es sicherlich schon erahnen: Hier ist eine Menge zu tun und vieles läuft über einzelne Quests, die Shepard erfüllen muss, um sein Ziel zu erreichen. Dabei sind nicht alle Quests unbedingt zu erfüllen. Aber dafür spricht schon die Möglichkeit, wichtige Artefakte und Mods für Ausrüstung und Waffen zu finden. Zudem kann man damit Geld aber auch Anerkennung verdienen.


Diejenigen unter Ihnen, die bereits die beiden Vorgänger komplett durchgespielt haben, können die Speicherstände übernehmen. Das ist aber nicht zwingend erforderlich. Völlige Neueinsteiger können auch ein komplett neues Spiel beginnen. Dabei wird der Spieler ganz sanft in die Funktionsweisen und die Steuerung eingewiesen, sozusagen direkt im Spiel durch entsprechende Hinweise. Angepasst wurde die Steuerung, wenn Shepard sich in Deckung begibt. Neben kurzfristigen Auftauchen, um den Gegner ins Visier zu nehmen, kann er nun auch von einer Deckung in die nächste sprinten.Bereits in den ersten beiden Teilen wurde schnell klar, dass Mass Effect keinesfalls ein Shooter ist, aber auch kein reinrassiges Rollenspiel. Das gilt auch für den dritten Teil. Sicherlich, es können Talentpunkte gesammelt und anschließend auf die "Kräfte" der Charaktere verteilt werden. Aber das alles hält sich soweit im Hintergrund, dass der Spieler nicht von einer Vielzahl an Wählmöglichkeiten erschlagen wird. Das Menü für die Talentvergabe wurde hingegen nur leicht modifiziert, so kann man jetzt mit der Maus die Talentpunkte in den einzelnen "Kräften" vergeben. Dazu kommt noch ein Entwicklungsbaum, mit dem man die Fähigkeiten jedes Einzelnen Charakters beeinflussen kann. Wie bereits in den Vorgängern ist es zudem wieder möglich, die Talentpunktvergabe zurückzusetzen beziehungsweise auch automatisch vornehmen zu lassen. Natürlich kann auch die Ausrüstung modifiziert werden. Hierzu müssen Sie nicht einmal mehr ins Labor laufen, sondern können das ganze vor einer Mission erledigen. Während der Missionen sollten Sie unbedingt die Augen aufhalten, denn überall können nützliche Erweiterungen, so genannte Mods für Ihre Waffen liegen, die Sie auch sofort übernehmen dürfen. Somit haben Sie direkten Einfluss auf die Fähigkeiten eines Teammitglieds sowie dessen Bewaffnung. Die Bewaffnung Ihrer Team-Mitglieder erfolgt durch Zuweisung von freigeschalteten Waffen auf unterschiedliche Körperbereiche: Rücken, Brust, Gürtel. Dabei ist es auch nicht unerheblich, wie viel eine Waffe wiegt, denn das Gewicht wirkt sich direkt auf das Aufladetempo der Kräfte aus. Man muss wohl nicht erwähnen, dass jede Waffe seine Vor- und Nachteile hat was zum Beispiel Präzision und Durchschlagskraft betrifft. Hier darf also munter drauf los modifiziert werden. Neu hinzugekommen ist zudem eine Übersicht über die so genannten Kriegsaktivposten. Hier können Sie die gesamte militärische Stärke , die Bereitschaftswertung und die effektive militärische Stärke ablesen. Diese Posten sollten sich natürlich durch Ihre diplomatischen Bemühungen während Ihrer Einsätze verbessern. Die Normandy ist neu gestaltet worden und es sind Ebenen hinzugekommen, die es zu besuchen gibt, weil irgendein Crew-Mitglied immer den einen oder anderen Wunsch hat. Über die zentrale Galaxiskarte navigieren Sie durch Portale in Galaxien. War es im zweiten Teil noch erforderlich, jeden Planeten zu erkunden und nach Ressourcen abzuscannen, so kann man dies im Orbit erledigen. Aber Ressourcen werde gar nicht mehr benötigt, und so beschränkt sich das Scannen auf die Suche nach Aktivitäten oder Besonderheiten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Reaper werden schnell auf den Scann-Vorgang aufmerksam und ratz fatz sind feindliche Schiffe hinter ihnen her. Dann heißt es, sich so schnell aus der Galaxis zu bewegen, bevor die Mission gescheitert ist. Scheitern bedeutet aber in diesem Falle lediglich, dass man vom letzten Speicherpunkt neu starten muss. Das gleiche gilt auch für Gefechte am Boden. Hier gibt es Gott sei Dank viel mehr Speicherpunkte, was natürlich verhindert, dass der Spielspaß wegen Frust auf der Strecke bleibt. Und das Ende kommt häufiger, als man vermutet. Die gegnerische KI ist sicherlich nicht die beste, aber wenn eine Horde Gegner auf Sie zugerannt kommt und dazu noch einen großen Mech-Roboter mitbringt, ist der direkte Angriff nicht die beste Strategie. Wenn Ihre Gesundheitsanzeige in den roten Bereich rutscht, sollten Sie schleunigst Deckung suchen und so lange warten, bis Ihre Schilde wieder aufgeladen sind. Während des Kampfs haben aber die Möglichkeit, die Zeit anzuhalten und die Waffen beziehungsweise die Projektile zu wechseln, ohne dass Stress aufkommt. Außerdem sind meistens immer noch zwei weitere Team-Mitglieder mit von der Partie, denen Sie auch Befehle erteilen können. Verlaufen kann man sich auch nicht, denn grundsätzlich sind die Level sehr eingeschränkt gehalten. Zumindest besteht nicht die Gefahr, dass man sich verirrt. Andererseits wäre natürlich eine frei begehbare Welt auch keine schlechte Idee gewesen, aber da die Spielzeit an sich schon recht üppig ausfällt, wird das wohl auch niemand wirklich vermissen.

Wie es sich für ein modernes Raumschiff gehört, hat es auch eine KI mit Namen EDI, also eine künstliche Intelligenz, die sich mit Shepard über Funk in Verbindung setzen kann. EDI steht für Erweiterte Defensiv-Intelligenz. Im dritten Teil hat man der KI auch noch eine aufreizende Körperhülle spendiert. Ein Schelm, wer dabei an eine SCIFI-TV-Serie denkt. Wobei Origial im Film und im Spiel sich optisch in nichts nachstehen.
Ganz wichtig ist das Logbuch. Hier können Sie aktuell gesammelte Informationen abrufen zu Planeten, Rassen oder anderen Dingen. Diese werden Ihnen zudem noch deutsch vorgelesen. Wichtiger sind aber die Aufgaben, die es noch zu erfüllen gilt. Haben Sie eine davon erledigt, wird sie abgehakt.

Grafisch wurden für die PC-Version zwar einige Verbesserungen vorgenommen, Diese fallen aber in den Action-Sequenzen nicht sonderlich ins Gewicht. Was auf jeden Fall viel detaillierter gestaltet worden ist, sind die Dialogsequenzen, in denen Sie auch durch Mausklick das Gespräch interaktiv beeinflussen können. Hier sieht man vor allem an der Mimik der Gesichter und den Übergängen von Personen und Umgebungen, dass man dort programmiertechnische Kosmetik betrieben hatDas täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die eigentliche Grafik schon ziemlich angestaubt wirkt, was im Hinblick auf die verwendet Grafik-Engine allerdings auch nicht verwunderlich ist. Der Vorteil hieran ist natürlich, das auch die Rechner-Anforderungen sehr moderat sind, sodass man auch auf älteren Rechnern in den Genuss eines flüssigen Spiels kommt. In den action-lastigen Spielabschnitten steuern Sie in bekannter Shooter-Manier mit Tastatur und Maus, wobei die virtuelle "Kameraposition" nicht immer optimal Überblick über die Situation verschaffen kann. So werden Sie häufig von hinten durch Feinde überrascht, weil Sie es schlichtweg nicht sehen können. Dafür schafft es Mass Effect 3 aber wie kaum ein anderes Spiel, eine durchgehend spannende interaktive Geschichte zu erzählen und den Spieler direkt in das Spielgeschehen hineinzuversetzen. Das schafft wirklich nicht jedes Spiel und auch im dritten Teil finden sich keine lieblos zusammengebastelten Handlungen. Alles wirkt stimmig und gehört zur Geschichte.

Leider ist man bei Mass Effect 3 wie bei so vielen Titeln von Electronic Arts auf die Online-Registrierung bei EA Origin angewiesen. Damit verbunden ist auch die fehlende Möglichkeit, den Titel nach dem Spielen wieder weiter zu verkaufen. Aber auch die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen, denn ist das Spiel erst einmal auf dem heimischen Rechner installiert, wird die Installations-DVD gar nicht mehr benötigt und kann wohlbehütet im Regal verschwinden. Und wenn man seine DVD nach einem Umzug nicht mehr wiederfinden kann, gibt es immer noch die Möglichkeit, das Spiel jederzeit aus dem Internet direkt bei Origin herunter zu laden.

Auch Mass Effect 3 folgt dem Trend, einen Koop-Modus anzubieten. Bis zu drei weitere Spieler können mit Ihnen zusammen gegen KI-Gegner antreten und das auf insgesamt 6 Schauplätzen. Wer jetzt ein Team-Deathmatch oder ähnliches erwartet, soll gewarnt sein: Hier geht es nur darum, gemeinsam anrollenden Feinden Herr zu werden. Mit den damit verdienten Punkte darf man sich dann auch seinen Charakter und dessen Waffen und Fähigkeiten modifizieren.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Mass Effect 3 macht wieder alles richtig und sogar einiges besser als der Vorgänger. Grafisch ist das Spiel zwar nicht auf der Höhe, aber das zählte bei den Vorgängern ja auch schon nicht. Man muss dieses Spiel genießen, sich von der Handlung einfangen lassen und sprichwörtlich in die Geschichte eintauchen. Dann erfährt man ein tolles Rollenspiel ohne zu viel Rollenspiel-Schnickschnack und einen Shooter, der gar keiner ist. Langweilig wird es bestimmt nicht so schnell werden und wenn man sich einmal zurücklehnt bekommt man das Gefühl, Teil eines Kinofilms zu sein. Dabei muss man zwar die Vorgänger nicht kennen oder sogar gespielt haben, es hilft aber schon, sich mit der Geschichte zu identifizieren. Spätestens, wenn Sie merken, wie sich Ihre Entscheidungen von früher auf diesen Teil der Geschichte auswirken. Und irgendwie freut man sich ja auch, alte Bekannte wieder zu treffen. Mehr wird aber nicht verraten. Mein Fazit: Mass Effect ist und bleibt für mich ein Top-Game und zeigt, dass man auch drei Teile entwickeln kann, die sich in nichts nachstehen. So, ich muss jetzt los, Shepard wartet...


und sonst noch ...
Mass Effect 3 (Facts)
   
weitere Testberichte:
Mass Effect 2 PC-CD/DVD 8 Sterne
News
08.11.2012 Mass Effect Trilogy für Xbox 360 und PC erschienen




Stand: 07.04.2012
Facts
Titel: Mass Effect 3
Genre: Rollenspiel
Publisher: Electronic Arts
Release: 08.03.2012 PC-CD/DVD
USK: ab 16
Release:
Entwickler: BioWare
off. Website www.masseffect.com




GamesView unterstützen?
Dann bitte klicken bei ...
Click Here


Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
Gemeinsam gegen die galaktischen Spezies
pro Windows PC: 1 Spieler
im Internet: bis zu 4 Spieler



Letzte Spieletests
PC-CD/DVD  Xbox  Xbox 360  Playstation 2  Playstation 3  PlayStation Portable  Wii 

Playstation 4 Kung Fu Panda: Showdown der Legenden
PC-CD/DVD Pro Evolution Soccer 2015
Playstation 4 SingStar
PC-CD/DVD Civilization: Beyond Earth
PC-CD/DVD Borderlands: The Pre-Sequel!
PC-CD/DVD Alien: Isolation - Ripley Edition
Playstation 4 NBA 2K14

[ Weitere Spieletests




Letzte News
31.10. Crazy Machines 3: Willkommen zur Creepy Horror Physics Show
28.10. Titanfall 2 ab heute für Konsole und PC
28.10. Just Dance 2017 ab heute kann getanzt werden
28.10. Kostenloses Spiel "Project Cars - Pagani Edition" angekündigt
25.10. Hobby Landwirte aufgepaßt, der Landwirtschafts-Simulator 17 ist im Handel

phase-6.de - Vokabeltrainer mit Schulbuchinhalten

© 2017 by GamesView.de