Home > Spieletests > Windows PC > James Cameron's Avatar: Das Spiel

Review

James Cameron's Avatar: Das Spiel

PC-CD/DVD
Wertung   
7 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 13.12.2009

Was ist ein Avatar? Nun, genauer gesagt handelt es sich bei dem Begriff \"Avatar\" um eine Bezeichnung für das Herabsteigen einer Gottheit in irdische Sphären aus dem Hinduismus. Aber in der Computerwelt wird dieser Begriff viel mehr verwendet als die Vertretung einer realen Person in einer virtuellen Welt.

Wie bereits anfangs erwähnt, erzählt das Spiel nicht die Handlung des Films und zeigt deren Charaktere, sondern den Entwicklern war es wichtig, dem Spieler viel mehr Möglichkeiten zu bieten. Natürlich lernt der Spieler die Welt Pandora von der gleichen Seite kennen wie der Kinogänger, aber er hat zudem die Möglichkeit, interaktiv zu agieren und selbst Entscheidungen zu fällen. Und das Ganze aus der 3rd-Person-Perspektive. Zuerst werden Sie im Rahmen des Avatar-Programms auf die Welt Pandora versetzt und mit Hilfe einer Maschine in einen Körper der ansässigen Ureinwohner transferiert. Pandora ist für den Menschen auf dem ersten Blick ein Paradies mit üppiger Vegetation, aber die Luft ist nicht für Menschen geeignet. Im Laufe des Spiels müssen Sie sich dann für eine Seite entscheiden.

Auf der einen Seite steht die RDA Corporation. Und hier bekommen Sie, was Sie von einem Action-Shooter erwarten: Große Waffen, jede Menge Explosionen, riesige Fahrzeuge und sehr viel Technik stehen im Vordergrund. Sie verlassen sich sozusagen auf Ihre Ausrüstung, die Maschinen und deren Feuerkraft. Dabei werden Sie Laserwaffen vergeblich suchen, denn dem Regisseur war es wichtig, Waffen zu verwenden, zu denen man eher eine Beziehung knüpfen kann. Und das sind nun mal die guten alten Projektilwaffen, die zudem auch noch ordentlich Krach veranstalten. Die RDA-Soldaten müssen Zellproben von Pflanzen und Lebewesen sammeln, um ihre Gesundheitsanzeige wieder in Ordnung zu bringen. Um den Munitionsvorrat wieder aufzufrischen, genügt es, sich zu den überall im Gebiet stehenden Munitionsbehältern zu bewegen. Zum Arsenal gehören neben der Standardpistole auch Sturmgewehre und Schrotgewehre für den Nahkampf, sowie Ordonnanzgewehre mit sehr hoher Reichweite für entfernte Ziele. Für die Fortbewegung stehen Buggys, Patrouillenboote und Kampfhubschrauber sowie ein sehr robuster mechanischer Anzug zur Verfügung.

Und dann gibt es noch die andere Seite, nämlich die der Na\'vi. Die Na\'vi leben in perfekter Harmonie mit ihrer Welt, und das schon seit Jahrtausenden. Sie sind drei Meter groß und perfekt in Nahkampftechniken sowie der richtigen Einschätzung der Situation und dem taktischen Vorgehen. Ihre Bewaffnung besteht aus Doppelklingen, Äxten und auch Pfeile mit Nervengift. Sie können aber auch die Natur mit in Ihre Taktiken einbeziehen und viele Gefährliche Tiere wie der Tiger-ähnliche Thanator oder auch auf dem Rücken von Ikrans fliegen. Weil diese Waffen aber auf den Nahkampf ausgerichtet sind, müssen Sie ganz anders an einen Kampf herangehen, als die RDA es machen würde. Die Waffen sind – bis auf die Bögen – unbegrenzt einsetzbar aber Sie müssen mit der Natur zusammen arbeiten. Deshalb wird das Verhalten der Avatare gegenüber Flora und Fauna anders bewertet, denn zerstört oder tötet man Pflanzen beziehungsweise Lebewesen, gibt es keine Erfahrungspunkte hierfür.

Das Gameplay ist wie bereits erwähnt in eine Geschichte eingebettet. Neben sehr vielen Gefechten mit der gegnerischen Partei beschäftigen Sie sich zudem mit Suchaufgaben, Reparaturen und anderen nebensächlichen Tätigkeiten, um Ihren Tagesablauf zu füllen. Der Bildschirm ist nicht mit Informationen überfrachtet und zeigt nur das nötigste an. Über die ESC-Taste können Sie mitten im Spiel ins Spielmenü wechseln. Hier rufen Sie weitere Untermenüs auf, in denen Sie die Panzerung, Fertigkeiten oder auch Erfahrungen auswählen dürfen. Wichtig an dieser Stelle ist das Menü für die Fertigkeiten. Insgesamt 4 Fertigkeiten können den Tasten 1 bis 4 zugewiesen und im Notfall direkt ausgeführt werden. Im Laufe des Spiels sammeln Sie Erfahrungspunkte. Für diese Erfahrungspunkte erhalten Sie Belohnungen, die wiederum in Ausrüstung oder Fähigkeiten investiert werden können. Um den Spielfrust möglichst gering zu halten, kennt das Spiel einen Erholungsmodus. Das ist nichts anderes als die Chance, das Leben durch drücken der angezeigten Taste zurück zu erlangen und an dieser Stelle weiter zu spielen.

Die Steuerung der Figuren erfolgt mittels Tastatur und Maus. Dies klappt ziemlich gut, nur wird man immer wieder über die Belegung der rechten Maustaste fluchen, denn diese führt nicht zum Anvisieren des Gegners, sonder sorgt dafür, dass Sie sich auf der Stelle umdrehen. Im Kampf ist dies nicht so ganz optimal, vor allem wenn man von einer Seite attackiert wird. Fahrzeuge lassen sich recht simpel steuern, können aber auch mal umkippen. Gut, dass man dann einfach aussteigen und das Gefährt wieder in die Richtige Position schubsen kann.

Grafisch hat Ubisoft die Welt von Pandora sehr schön in Szene gesetzt. Zwar diese nicht komplett begehbar, aber es entsteht trotzdem der Eindruck, dass man sich auf einem fremden Planeten ziemlich frei bewegen kann. Damit das Ganze nicht zu einer Fahr- oder Lauf-Orgie verkommt, gibt es Gott sei Dank Teleporter, die Sie an bestimmte Punkte auf der Karte direkt transportieren. Dank der sehr schönen Videosequenzen wird Ihnen die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt, natürlich abhängig von der Seite, für die Sie sich entschieden haben. Man sollte schon einen kräftigen Rechner besitzen, damit die Grafik auch wirklich flüssig dargestellt werden kann und die Frames nicht einbrechen. Aber vor allem in Details wirkt das Spiel unausgewogen. Das macht sich vor allem zum Beispiel an den Bewegungen von Tieren bemerkbar: Sie wirken nicht elegant und geschmeidig. Und auch die Gischt des Wassers wirkt unnatürlich. Was aber bisher einzigartig ist, ist die Tatsache, dass das Spiel auch Stereoskopie, also 3-D, unterstützt. Allerdings ist hierfür entsprechende Hardware erforderlich.

Auch an einen Mehrspieler-Modus wurde gedacht. Ob zu Hause im Internet oder auf einer LAN-Party: Insgesamt warten 5 verschiedene Spielmodi auf Sie. Neben King-of-the-Hill und Team Deathmatch sowie Capture-the-Flag müssen Sie im Endkampf Raketen beschützen oder zerstören oder auch Kontrollpunkte einnehmen. Die Auswahl des Spiels ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn Sie wählen den Spiel typ über eine Weltkarte aus. Eine Liste bekommen Sie nicht angezeigt, auch nicht wie viele Spieler sich in einem Spiel befinden. Im Spiel selbst scheinen die Na\'vi unbesiegbar, denn ein Soldat hat im Nahkampf kaum eine Chance, zu überleben. Auch kommen die Waffen recht schwachbrüstig daher und scheinen nicht so Recht die erwünschte Wirkung zu haben. Wer also gewinnen will, sollte sich auf die Seite der Na\'vi schlagen.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Avatar ist eigentlich ein recht ordentlich gelungenes Spiel. Die Grafik und der Sound sind hier besonders hervor zu heben. Im Einzelspieler-Modus wird aber schnell klar, dass vieles nur Fassade ist. Außer ein paar Sachen zu reparieren, zu suchen oder zu zerstören passiert herzlich wenig. Und auch die KI der Gegner lässt sehr zu wünschen übrig. Vor allem die Bewegungen wirken unbeholfen und starr. Im Gegensatz zu vielen Spielen, die zu den Kinofilmen entwickelt werden, kann sich Avatar allerdings schon sehen lassen, grafisch also ordentlich, aber das Gameplay wirkt unausgegoren. Im Multiplayer-Modus erscheinen die Na'vi ziemlich übermächtig, vor allem wenn sie sich unsichtbar machen und dann den RDA-Soldaten aus der Nähe attackieren. Das fehlende Angebot an offenen Spielern wird sicherlich dazu führen, dass kaum jemand online gehen wird.


und sonst noch ...
James Cameron's Avatar: Das Spiel (Facts)
   
weitere Testberichte:
James Cameron's Avatar: Das Spiel Xbox 360 7 Sterne




Stand: 13.12.2009
Facts
Titel: James Cameron's Avatar: Das Spiel
Genre: Action Adventure
Publisher: Ubisoft Entertainment GmbH
Release: 04.12.2009 PC-CD/DVD
USK: ab 16
Release:
off. Website avatargame.de.ubi...




GamesView unterstützen?
Dann bitte klicken bei ...
Click Here


Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
pro Windows PC: 1 Spieler
im Internet: bis zu 16 Spieler



Letzte Spieletests
PC-CD/DVD  Xbox  Xbox 360  Playstation 2  Playstation 3  PlayStation Portable  Wii 

Playstation 4 Kung Fu Panda: Showdown der Legenden
PC-CD/DVD Pro Evolution Soccer 2015
Playstation 4 SingStar
PC-CD/DVD Civilization: Beyond Earth
PC-CD/DVD Borderlands: The Pre-Sequel!
PC-CD/DVD Alien: Isolation - Ripley Edition
Playstation 4 NBA 2K14

[ Weitere Spieletests




Letzte News
31.10. Crazy Machines 3: Willkommen zur Creepy Horror Physics Show
28.10. Titanfall 2 ab heute für Konsole und PC
28.10. Just Dance 2017 ab heute kann getanzt werden
28.10. Kostenloses Spiel "Project Cars - Pagani Edition" angekündigt
25.10. Hobby Landwirte aufgepaßt, der Landwirtschafts-Simulator 17 ist im Handel

R Top Tarif 160x600 Banner

© 2018 by GamesView.de