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Review

F.E.A.R. 2: Project Origin

Playstation 3
Wertung   
8 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 08.03.2009

Alma ist zurück. Und einer der prägnantesten Horror-Shooter geht in die zweite Runde. Nur wenigen ist es bisher gelungen, solch eine düstere Atmosphäre zu verbreiten wie F.E.A.R. - Alma sei Dank.

Die Geschichte von F.E.A.R. geht nicht weiter, sondern beginnt eine halbe Stunde vor dem Ende des ersten Teils, kurz vor der vom ursprünglichen F.E.A.R.-Team ausgelösten Explosion. Armachan Technology Corporation ist ein privates Luft- und Raumfahrtunternehmen, in deren Forschungseinrichtung \"Origin\" Versuche an Menschen durchgeführt wurden, die zu verheerenden Mutationen geführt haben. Die Mutationen haben sich einen Weg aus der Einrichtung gebahnt und verwüsten die gesamte Stadt. Ihr Auftrag ist es, zusammen mit einer Spezialeinheit die amtierende Präsidentin von Armacham in Sicherheitsverwahrung zu bringen, da sie möglicherweise über wichtige geheime Informationen verfügt. Zusätzlich müssen Sie auf Ihrem Weg so viele Informationen zu den Vorfällen sammeln, wie möglich.


Gameplay

ScreenshotAm eigentlichen Gameplay hat sich zum Vorgänger nichts verändert. In drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen führen Sie Sgt. Becket mit dem Gamepad durch unterschiedliche Gebäude, Einrichtungen und Straßenschluchten. Und das Ganze allein ohne Teamunterstützung. Sgt. Becket besitzt einen hochmodernen Visor-Prototyp von Armacham, über den Sie während Ihres Einsatzes wichtige Statusinformationen erhalten wie zum Beispiel Panzerung, Gesundheit und Munitionsvorrat. Eine Schadensanzeige zeigt Ihnen zudem noch an, aus welcher Richtung Sie beschossen werden. Bereits zu Beginn sind Sie recht gut mit Waffen ausgerüstet. Neben einer effektiven Seegert ACM46 rückstoßgeladenen und halbautomatischen Pistole mit verriegeltem Verschluss sind Sie zusätzlich noch mit einer Andra FD-99 ausgestattet, einer leichten Maschinenpistole mit umschaltbarer Feuerrate. Damit aber keine Langeweile aufkommt haben Sie gemäß militärischem Protokoll die Erlaubnis, zusätzliche Waffen oder Munition von gefallenen Gegnern zu übernehmen. Dazu gehören Flammenwerfer, Raketenwerfer, Schrotflinten und noch einige weitere effektive Waffen sowie diverse Arten von Granaten und sogar Sprengsätze. Insgesamt können Sie aber nur maximal 4 Waffen mit sich führen. Auf Ihrem Weg finden Sie weiterhin immer wieder Ausrüstung, die Ihre Panzerung oder Gesundheit auffrischt.


Level-Design

ScreenshotDas Level-Design von F.E.A.R. 2: Project Origin ist sehr stimmungsvoll gehalten. Überall liegen Tote, die Wände und die Fussböden sind blutverschmiert, aber Splatter-Effekte suchen zumindest die Besitzer der deutschen Version vergebens. Freunde des lustigen Zerlegens von Gegnern in seine Einzelteile werden mit der deutschen Version aber nicht glücklich werden, denn da hat die Zensur noch ordentlich zugeschlagen. Trotzdem sehen die herumliegenden Leichen ziemlich übel zugerichtet aus und beim Durchwaten von Blutlachen liegt auch mal der eine oder andere Kopf herum. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht, denn man hat hierfür kaum Gelegenheit. Dies wird vor allem außerhalb von Gebäuden deutlich. Aber auch in Gebäuden gibt es nur scheinbar viele Möglichkeiten in Form von Türen. Bei genauerem Betrachten sind diese aber irgendwie immer verriegelt oder versperrt. In einigen Fällen wird vorgegeben, dass ein Gegenstand zuerst weggetragen werden muss, bevor sich eine Tür öffnet oder schließt.

Die Umgebung kann während des Spiels genutzt werden. So können diverse Gegenstände wie Tische und Schränke als Deckung platziert und auch explosive Gasflaschen und ähnliches gegen die Feinde eingesetzt werden. Was in die eine Richtung funktioniert, funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Und deshalb sollte man sich schon genau umschauen, wo man Deckung nimmt. Direkt neben einer Propangasflasche Schutz zu suchen, ist nicht zu empfehlen, denn auch die Gegner kennen diese Möglichkeit der Feindbeseitigung. In anderen Fällen kann man auch die städtische Elektrik dazu nutzen, Feindliche Kampfläufer, die mit einem extremen Schutzschild versehen sind, unter Strom zu setzen und mit gezielten Schüssen den Garaus zu machen. Hin und wieder darf man auch selbst einen Kampfläufer besteigen und so richtig nach Lust und Laune alles niedermähen, was einem in den Weg kommt. Für den richtigen Wumms sorgen neben zwei Railguns mit ordentlichem Kaliber auch noch 4 Raketenwerfer, die sich ihr Ziel suchen. Um das Ganze auch noch aufzupeppen, kann man sich die Umgebung auch in Infrarot anschauen, hier haben sich die Entwickler wohl vom Predator inspirieren lassen.

Zwar ist es nicht möglich, nach Belieben zu speichern, aber das ist auch nicht notwendig, denn das System speichert sehr häufig den aktuellen Spielstand und lässt Sie wieder auferstehen. All zu oft werden Sie das aber nicht durchmachen müssen, dafür sorgt die hohe Anzahl an Medikits und Schutzwesten, die überall herumliegen.


Grafik

Grafisch zeigt sich FEAR 2 wie bereits oben schon erwähnt von einer sehr dunklen, apokalyptischen und blutigen Seite. Das gilt auch für die stimmige Hintergrundmusik. Die Auflösung ist zwar sehr ordentlich und die Details sind relativ liebevoll platziert, allerdings kommt FEAR 2 auf der PS3 nicht an die PC-Version heran. Was aber nicht bedeuten soll, dass die Grafik schlecht ist. Sogar exzellent gelungen sind die zerstörten Straßen der Stadt mit den perfekten Lichteffekten. Hier haben die Programmierer wirklich ganze Arbeit geleistet. Befindet man sich aber innerhalb von Gebäuden, scheinen ihnen allerdings die Ideen ausgegangen zu sein. Schade ist auch, dass nur bestimmte Teile interaktiv sind. Viele Dinge kann man umstoßen, zerstören oder durchschießen aber andere scheinbar banale Sachen wie zum Beispiel Türen mit Fensterscheiben wollen einfach nicht kaputt gehen.

Gerade bei der PS3-Version ist der Schwierigkeitsgrad nicht unmenschlich und man kann relativ entspannt diesen Shooter genießen. Auch die KI der Gegner ist in Ordnung, spürbare Verbesserungen zum Vorgänger sucht man aber vergebens. Zu den scheinbar allgegenwärtigen Soldaten gesellen sich noch ganz üble medizinische Experimente, die nicht nur widerwärtig anzusehen sind, sondern auch ordentliche Reflexe verlangen. Aber zum Glück gibt es eine Geheimwaffe: Die Zeitlupe. In Matrix-Manier kann man so die Gegner in Zeitlupengeschwindigkeit niedermetzeln und dabei noch die Flugbahn der Kugeln bestaunen, zumal die Gegner dazu auch noch leuchten. Und so ist es ein leichtes, auch aus brenzligen Situationen halbwegs unverletzt als Sieger hervorzugehen. Allerdings sind so manche Gegner recht schwierig zu töten, weil sie nämlich enorm viele Kugel vertragen können.


Multiplayer

Auch F.E.A.R. 2 Project Origin wurde ein Multiplayer-Modus spendiert. Der Online-Modus unterscheidet zwischen Ranglisten- und Nicht-Ranglisten-Spielen. Wem seine Karriere egal ist, der wird sich sicherlich den letztgenannten Spielen widmen. Alle anderen können sich die Karriereleiter \"hochschießen\" und ihre Erfahrung und ihren Rang verbessern, indem Sie möglichst viele Gegner erledigen. Und das kann man in verschiedenen Spieltypen machen, wobei man hier neue Ideen vergeblich sucht. Neben Standardtypen wie Deathmatch und Team-Deathmatch gibt es die teambasierte Variante \"Einnehmen und Verteidigen\", hier \"Kontrolle\" genannt. Bei dieser Variante müssen Teams Kontrollpunkte erobern und halten. Während man im Spieltyp \"Gepanzerte Front\" ein Spiel gewinnen kann, wenn Kontrollpunkte in Reihenfolge erobert werden, kann man bei \"Failsafe\" Bomben legen und entschärfen. Eine \"Capture the Flag\"-Variante ist der Spieltyp \"Blitz\" sogenannte PHLAGs aus der gegnerischen Basis stehlen und in seine eigene zurückbringen muss. Allerdings war die Auswahl an Servern zum Testzeitpunkt noch nicht sehr hoch.


Fazit Playstation 3

von Burkhard Büttner

Schnell wird klar: Wer F.E.A.R. nicht gespielt hat, versteht die Welt in F.E.A.R. 2 Project Origin nicht. Zu viele Fragen bleiben nämlich unbeantwortet. Man erfährt nicht, warum Becket diese Visionen hat und wer zum Teufel Alma ist. Grafisch kann F.E.A.R. 2 nicht mit Crysis oder Far Cry 2 mithalten, bietet aber dennoch solide und vor allem flüssige Shooter-Kost mit einer ordentlichen KI, die einen auch gerne mal einkreisen und von der Seite angreifen möchte. Und auch der Grusel-Faktor aus dem ersten Teil wird nun leider nicht mehr erreicht. Auf Splatter-Szenen musste wegen der deutschen Zensur verzichtet werden, diese sind allerdings auch nicht wirklich mehr notwendig, denn das was sich teilweise dem Betrachter bietet, sieht schon ziemlich übel aus. Fazit: Grundsolider Shooter, leider aber mit sehr wenigen wirklichen Schock-Elementen.


und sonst noch ...
F.E.A.R. 2: Project Origin (Facts)
   
weitere Testberichte:
F.E.A.R. 2: Project Origin PC-CD/DVD 8 Sterne




Stand: 08.03.2009
Facts
Titel: F.E.A.R. 2: Project Origin
Genre: Horror - Action
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Release: 13.02.2009 Playstation 3
USK: ab 18
Release:
Entwickler: Monolith Productions




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden



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