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Review

Dragon Age: Origins

Playstation 3
Wertung   
9 von 10 Sternen


GamesView Hotgame

von Burkhard Büttner, 11.01.2010

Viele Rollenspiel-Fans haben sehnsüchtig darauf gewartet. Und wenn man bedenkt, welche Spiele die Entwickler bisher veröffentlicht haben, dann sollte sich das Warten auch gelohnt haben. Denn keine geringen Vertreter des Rollenspiel-Genres als Baldur\'s Gate, Knights oft he Old Republic und Mass Effect stammen aus der Hand von Bioware. Die Welt von Dragon Age ist dunkel, brutal und sehr gefährlich und wurde deshalb nicht ohne Grund für Jugendliche unter 18 Jahre gesperrt.

Den Grundstein Ihres Lebens in Dragon Age: Origins legen Sie, in dem Sie sich für eine Rasse entscheiden. Egal, ob Sie als Mensch, als Elf oder als Zwerg losziehen: Die Entwicklungen und der Verlauf des Spiels ist hiervon abhängig und vor allem verändert sich das Verhalten der Figuren, denen Sie begegnen. Denn jede Rasse wird unterschiedlich anerkannt. Die Menschen sind als dominierende Rasse überall zugegen, während die Elfen zwar früher über die Gegend um Thedas herrschten, nun jedoch unter der Unterdrückung zu leiden haben. Nur in den Wäldern sind sie wirklich zu Hause und können ungezwungen leben. Als aussterbende Rasse sind die Zwerge resistent gegen Magie, müssen aber täglich um ihr Überleben kämpfen. An dieser Stelle wird dem Spieler auch schnell klar, was \"Origins\" für eine Bedeutung hat: Herkunft.

Innerhalb der Rassen können Sie zwischen verschiedenen Klassen wählen, allerdings können Zwerge keine Magier werden. Magier können als einzige Klasse Zauber anwenden, sie sind dafür aber ungeschickter im Umgang mit herkömmlichen Waffen. Krieger sind Nahkampfspezialisten und Experten im Umgang mit Waffen. Hinzu kommen mächtige Spezialfähigkeiten und eine gehörige Portion Ausdauer im Kampf. Schurken dagegen kämpfen eher mit Verschlagenheit und Geschwindigkeit und sind außerdem noch geschickte Einbrecher. Die Klasse eines Charakters bestimmt, welche Fähigkeiten der Spieler im Laufe des Spiels entwickeln kann. Sie stehen also vor der Qual der Wahl und können sich zudem noch im Charakter-Editor fest beißen, der Ihnen etliche Möglichkeiten zur Gestaltung Ihres Charakters gibt. Neben dem Aussehen kann auch das Portrait gestaltet werden, und die Krönung hierzu ist die Auswahl von sechs verschiedenen nach Geschlecht und Rasse unterschiedlichen Stimmen. Sie sehen, es gibt eine Menge Vorarbeit zu leisten.

Bevor aber das Abenteuer losgehen kann, müssen Sie sich noch für eine Herkunft Ihres Charakters entscheiden. Und hier gibt es sechs unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten, die zudem noch den gesamten Spielablauf beeinflussen. Ob menschlicher Adeliger, Magier, Stadtelf oder Dalish-Elf, bürgerlicher Zwerg oder adeliger Zwerg: Die Auswahl fällt schwer. Hat man sich letztendlich zu einem Avatar durchgerungen, kann in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gespielt werden. Je schwieriger die Stufe, umso zäher werden die Gegner desto mehr Schaden können sie auch anrichten. Die Art und Weise, wie sich Ihr Charakter entwickelt, hängt außerordentlich von Ihrem eigentlichen Spiel ab. Wenn Sie lediglich den so genannten \"kritischen Pfad\" beschreiten, wird sich Ihr Charakter niemals so entwickeln, als wenn Sie auch alle Nebenquests erfüllen. Und auch während des Spiels treffen Sie auf diverse Rassen-spezifische Einschränkungen. Zwar können fast alle Charaktere einen Großteil der Waffen verwenden, aber nur Magier dürfen Stäbe verwenden. Weiterhin muss der Charakter die für die Waffe erforderliche Entwicklungsstufe haben, um sie zu verwenden. Wem die Charakter-Aufwertung während des Spiels zu kompliziert ist oder wer sich damit ganz einfach nicht beschäftigen möchte, der kann das auch dem Spiel selbst überlassen. Im Laufe des Spiels gewinnen Sie Freunde und Verbündete, die gemeinsam mit Ihnen in den Kampf ziehen. Jeder wahrscheinlich mit einem anderen Grund. Ihre Gruppe kann aus bis zu vier Charakteren bestehen, den Hauptcharakter eingeschlossen. Die Gruppenmitglieder können Sie entweder selbst steuern, oder das vom Computer übernehmen lassen. Ein spezielles Taktiksystem sorgt dafür, dass Sie Aktion und Reaktion der Figuren selbst bestimmen können. Diese Figuren sammeln ihre eigenen Punkte im Kampf in gewisser Abhängigkeit von Ihren Erfolgen. Auch bei Ihren Gruppenmitgliedern dürfen Sie die Punkte verteilen oder dies dem Spiel überlassen. Damit wird zumindest verhindert, dass Sie auf sehr schwache Begleiter aufpassen müssen. Insgesamt gibt es sechs Attribute in der Charakterentwicklung: Stärke, Willenskraft, Geschicklichkeit, Magie, Klugheit und Konstitution. Vertrauen spielt auch noch eine sehr große Rolle bei den Gruppenmitgliedern. Jedes Gruppenmitglied hat eigene Vorstellungen und eine eigene Persönlichkeit, und nicht jedes Mitglied wird mit Ihren Entscheidungen einverstanden sein. Fehlentscheidungen führen zum Vertrauensverlust, Sie sollten also jede Aktion grundsätzlich ordentlich überdenken. Letztendlich wirken sich all Ihre Entscheidungen und Aktionen auf Fähigkeiten, Attribute und Ihr weiteres Vorgehen aus. Besiegte Gegner tragen oftmals wertvolle oder auch nützliche Gegenstände, Waffen und Rüstungen mit sich herum. Die können Sie natürlich an sich nehmen und verwenden. Ihr Charakter kann verschiedene Rüstungen tragen, diese reichen von Magierroben bis zu kompletten Plattenrüstungen. Selbstverständlich können Sie auch Schilde, Helme und andere Kopfbedeckungen verwenden. Die Bewaffnung reicht vom Stab des Magiers über Einhandwaffen wie Dolche, Streitkolben und Schwerter bis hin zu Fernkampfwaffen wie Bögen und Armbrüste.

Grafisch präsentiert sich das Spiel nicht unbedingt als Kracher und wirkt an manchen Stellen etwas unausgereift. Die Landschaft ist dabei in verschiedene Gebiete aufgeteilt, die – einmal entdeckt – auch schnell angesprungen werden können. Dafür sind die Kampfszenen sehr gut gelungen und auch die Steuerung lässt nach einer gewissen Gewöhnungszeit kaum Wünsche mehr offen.

Die Entwickler haben sich leider dazu entschieden, Dragon Age: Origins als reines Einzelspieler-Rollenspiel zu konzipieren. Im Vordergrund standen hier die Bemühungen, dem Spieler die Welt selbst näher zu bringen. Allerdings wird nicht ausgeschlossen, dass Nachfolger durchaus online gespielt werden können. Da es sich bei Dragon Age: Origin um ein völlig neues Rollenspiel handelt ohne Vorgänger-Versionen, sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, einen Blick in das Handbuch zu werfen. Das ist sehr ausführlich und beschreibt leicht verständlich die wichtigsten Gameplay- Möglichkeiten. Natürlich gehört eine ordentliche Portion Übung im virtuellen Leben dazu.


Fazit Playstation 3

von Burkhard Büttner

Die Grafik ist der Schwachpunkt des Spiels, vergleicht man es mit anderen Rollenspielen. Aber das Hauptaugenmerk des Spielers sollte die Geschichte sein. Und gerade hier punktet Dragon Age: Origins sehr ordentlich. Es ist kaum überschaubar, welche Einflüsse Entscheidungen – vor allem zu Beginn – auf den Spielverlauf haben und es gibt eine riesige Welt zu erforschen. In kniffligen Situationen wird es unmöglich sein, ohne Gruppenmitglieder auszukommen. Aber Ihre Entscheidungen sollten Sie immer weise treffen, lassen Sie sich also Zeit. Dragon Age: Origins kann sie gefährlich in seinen Bann ziehen. Und warum auch nicht? Lassen Sie es einfach zu!


und sonst noch ...
Dragon Age: Origins (Facts)
   




Stand: 11.01.2010
Facts
Titel: Dragon Age: Origins
Genre: Rollenspiel
Publisher: Electronic Arts
Release: 19.11.2009 Playstation 3
USK: ab 18
Release:
Entwickler: BioWare




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: nicht vorhanden



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