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Review

Der Herr der Ringe: Die Eroberung

PC-CD/DVD
Wertung   
5 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 15.03.2009

Zur Hintergrundgeschichte dürfte an dieser Stelle sicherlich keine Frage offen bleiben, schließlich handelt es sich bei DHDR Die Eroberung um eine Shooter-Variante im berühmten Herr der Ringe – Universum. Das bedeutet, Sie nehmen aktiv an den Acktion-lastigen Schlachten der Filme teil, garniert mit diversen Filmszenen. Und so besuchen Sie Minas Tirith, Helms Klamm, das Morannon und andere legendäre Schauplätze in Mittelerde, an denen es nur so vor Orks wimmelt. Mit dabei sind natürlich auch sämtliche Helden und Anti-Helden sowie alles, was in den Filmen für Chaos sorgt. Aber auf eines können Sie sich nicht verlassen: Auf die Filmhelden, denn in diesem Spiel spielen Sie die Hauptrolle und sind auf sich allein gestellt.

Ums ich an die Steuerung zu gewöhnen, bietet sich ein Trainingsmodus an. Hier erfahren Sie alles über die Fähigkeiten der unterschiedlichen Charaktere, denn auf jeder Seite, egal ob gut oder böse, gibt es vier unterschiedliche Charakterklassen. Für den Nahkampf am besten geeignet ist der Krieger. Er ist robust, aber nicht sonderlich schnell. Dafür steht ihm aber ein Schwert zur Verfügung, mit dem er neben normalen Angriffen auch Feuerschläge und Wirbelstreiche durchführen kann. Der Bogenschütze hingegen eignet sich hingegen eher für die entferntere Gegner. Das macht ihm im Nahkampf natürlich zum leicht angreifbaren Ziel, allerdings kann auch er Gift- und Feuerpfeile verschießen. Selbstverständlich darf auch ein Magier nicht fehlen. Durch seinen Blitzstab kann er neben Gegner besonders effektiv ausser Gefecht setzen und seien Druckwellen und Feuerwälle können Ihnen eine Menge Gegner vom Hals schaffen. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil des Magiers ist es, befreundete Kämpfer zu heilen. Zu guter letzt gibt es noch einen Späher, der sich unsichtbar machen und Gegner von hinten unbemerkt erledigen kann.

In der Einzelspieler-Kampagne werden so sofort in eine Schlacht geworfen und dürfen sich für eine Klasse entscheiden. Bereits zu Beginn werden Sie mit Scharen von Gegnern konfrontiert und es kommt zu einem richtigen Gemetzel. Genauer gesagt, zu einer Klickorgie, denn die Steuerung am PC hat einige Nachteile, die man von der Konsole nicht kennt. Durch die Kombination von Tastatur und Maus gehen viele Aktionen nicht so flink vonstatten wie es an der Konsole mit Gamecontroller der Fall ist. Verschiedene Aktionen können nur mit gleichzeitigem Drücken von Tasten auf der Tastatur durchgeführt werden und Combos werden zu einer wahren Klickorgie. Dazu ist die Kameraposition oftmals so schlecht positioniert, dass ständig nachgezogen werden muss und man manche Gegner erst sehr spät bemerkt. Prinzipiell sollte man also immer darauf achten, dass sich keine Gegner an den Flanken vorbeischleichen, um hinterrücks angreifen zu können. Ein Punktesystem, wie man es bei Rollenspielen findet, gibt es nicht. Das bedeutet, es gibt keinerlei Möglichkeiten, seinen Charakter weiter zu entwickeln, und so muss man eigentlich nur ein glückliches Händchen in der Wahl der Klasse haben, um im Kampf bestehen zu können.

Grafisch wirkt das Spiel recht unfertig und altbacken. Sämtliche Effekte und Explosionen wirken veraltet und künstlich in die Umgebung eingebaut, schöne Lichteffekte sucht man vergebens, obwohl gewisse Ansätze sicherlich erkennbar sind. . Die Umgebung an sich ist recht ordentlich gestaltet, aber eine höhere Detailtiefe hätte der Optik bedeutend besser getan. So wirkt letztendlich alles zu einfach programmiert. Das erkennt man auch schon an der Gestaltung der einzelnen Figuren, die sich auf dem Schlachtfeld herumtummeln. Irgendwie sehen alle Gegner – einer Rasse – gleich aus.. Schlecht gelungen ist das Kollisionsmodell, im Klartext: Es kommt des Öfteren vor, dass der jeweilige Charakter durch Dinge, die am Boden liegen, einfach hindurch laufen kann. Die Hintergrundmusik wurde in Anlehnung an die Filme mit orchestraler Begleitung hinzugefügt. Was aber nervt ist die Sprachausgabe. Oft wiederholt der Sprecher stumpf seine Anweisungen. An dieser Stelle wären etwas flexibler agierende Kommentare keine schlechte Idee gewesen.

Im Multiplayer-Modus können bis zu 16 Spieler an einer Session teilnehmen. Allerdings ist die Auswahl an Servern im Internet erwartungsgemäß recht gering, Der Eindruck vom Einzelspieler-Modus spiegelt sich auch im Multiplayer-Modus wider: Die Grafik wirkt altbacken, hin und wieder ruckelt es und insgesamt lässt die Übersicht während der Kämpfe zu wünschen übrig. Als Mehrspielervarianten werden Team-Deathmatch, Eroberung und Finde den Ring angeboten. Letztere beiden alte Bekannte, die man unter dem Namen King oft he Hill und Capture the Flag kennt.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Herr der Ringe Die Eroberung hat sicherlich vielen Fans Hoffnung gemacht, in "ihrem" Universum selbst zu kämpften. Aber das Spiel ist sehr lieblos programmiert, die Grafik wirkt völlig überaltert und vor allem Steuerung und Übersicht machen dem Spiel zu schaffen. Während der Kämpfe bekommt man es mit Horden von Gegnern zu tun und muss einfach nur Stumpf herum klicken. Fazit: Es hätte so nett werden können, aber grafisch und steuerungstechnisch unausgereift.


und sonst noch ...
Der Herr der Ringe: Die Eroberung (Facts)
   




Stand: 15.03.2009
Facts
Titel: Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Genre: Action - Adventure
Label: EA Games
Release: 15.01.2009 PC-CD/DVD
USK: ab 16
Release:




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
pro Windows PC: 1 Spieler
im Internet: Spieler



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