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Review

Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3

PC-CD/DVD
Wertung   
8 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 11.12.2008

Alarmstufe Rot 3 spielt in einer alternativen Zeitlinie, in der die UdSSR kurz vor der Niederlage im zweiten Weltkrieg steht. Doch die Wissenschaftler haben eine Zeitmaschine erfunden, mit der sich das Staatsoberhaupt nach Brüssel im Jahre 1927 schicken lässt. Dort angekommen, besuchen Sie einen Vortrag von Albert Einstein, ohne den die Atombombe niemals existiert hätte. Mit anderen Worten, ohne Einstein gäbe es keine Nuklearwaffen und die Überlegenheit des Feindes hätte nie existiert. Was liegt also näher, als Einstein zu ermorden? Gesagt, getan. Doch bei der Rückkehr in die Gegenwart wird schnell klar, dass die Probleme nur noch größer geworden sind. Denn plötzlich stehen sich drei Gegner auf dem Schlachtfeld gegenüber, denn zu den Allierten und den Sowjets hat sich nun auch noch \"Das Reich der aufgehenden Sonne\" gesellt. Und so ist Westeuropa fast von den Chinesen besiegt worden und liefert sich erbitterte Kämpfe mit den Eindringlingen.

Alarmstufe Rot war schon immer etwas Besonderes. Am interessantesten waren aber seit jeher die vielen taktischen Möglichkeiten, die es im Tiberium-Krieg nicht gibt. Denn neben Boden- und Lufteinheiten können Sie Gefechte auch auf dem Wasser Gefechte austragen.

Der Kampagnen-Modus ist traditionell in eine Geschichte eingebettet, die durch Videosequenzen erzählt wird. Bemerkenswert ist hier aber die HD-Qualität der Sequenzen, die Ihnen den Eindruck eines Kinofilms erwecken. Keine animierten Figuren, sondern echte Schauspieler sprechen in Dialogen zu Ihnen und geben Ihnen Anweisungen. In über 60 Minuten dieser hochauflösenden Videos treffen Sie auf eine Starbesetzung, die seinesgleichen sucht. Neben Stars wie Randy Couture, Tim Curry, Jenny McCarthy, Jonathan Pryce, J.K. Simmons und George \"Mr Zulu\" Takei haben auch gutaussehende Damen Ihre durchaus attraktiven Auftritte. EA Games macht also keinen Hehl daraus, welche Zielgruppe sie wohl für Ihr Spiel sehen und lassen die Damen in derart knappen und sexy Outfits auf die Spieler los, dass sicherlich so mancher kein Auge mehr für das Wesentliche findet: Die Missionen.

Die Kampagnen können von den drei Seiten aus in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gespielt werden, allerdings sollten Anfänger zuerst das Tutorial durchspielen, denn die Bedienung ist anfangs etwas unübersichtlich - selbst für C&C-Veteranen. Das eigentliche Gameplay und die Steuerung der Einheiten erfolgt nach dem traditionellen Muster mittels Tastatur und Maus. Erze müssen abgebaut und eine Basis errichtet werden. Dabei muss man darauf achten, dass immer genügend Energie vorhanden ist. Aber auch eine Verteidigung ist überlebenswichtig, denn der Gegner wartet nicht lange. Allerdings werden Sie in der Kampagne erst schrittweise an diese Königsdisziplin herangeführt. Als völlig neues Feature können Sie eine Kampagnenmission auf Wunsch auch mit einem anderen Spieler über das Internet gemeinsam spielen. Aber das Highlight ist natürlich das Gefecht gegen andere Mitspieler über LAN oder Internet. Im Weiteren gehen wir davon aus, dass wir uns in einem Mehrspieler-Gefecht befinden und uns munter die einzelnen Upgrades verdienen müssen. Hierbei ist aber einiges zu beachten.

Bei den Alliierten können Sie sämtliche Gebäude, die von einem Bauhof erstellt worden sind, zentral mit neuen Funktionen und Bewaffnungen aufrüsten, indem Sie Freigabestufen kaufen. Dies betrifft auch die Verbesserungen von allen Verteidigungseinrichtungen des Stützpunktes. Haben Sie aber eine zweite Basis aufgebaut, gelten die Verbesserungen für diese nicht, sie sollten hier also auch ein Auge darauf werfen und Ihre weiteren Basen nicht vergessen.

Bei den Sowjets müssen Sie nur einfach Gebäude errichten, die neuere und bessere Technologien produzieren, um die Modernisierung zu starten. Bestimmte Gebäude schalten neue Technologiestufen frei, dieses Muster ist ja bereits weitläufig bekannt. Das Kriegslabor ermöglicht dann letztendlich den Zugriff auf die höchste Technologiestufe.

Das Reich der aufgehenden Sonne muss die Verbesserungen erforschen. Erst dann dürfen einzelne Gebäude mit dieser neuen Technologie kostengünstig aufgewertet werden. Allerdings benötigen Sie für die Erforschung der höchsten Technologiestufe einen besonders leistungsfähigen Nanotech-Großrechner. Und der kostet eine ganze Menge. Dafür sind aber sämtliche Gebäude mobil und können im Ernstfall entfernt werden.

Im weiteren Verlauf können Sie die unterschiedlichsten Fähigkeiten der Einheiten anwenden. Dabei dürfen auch umstehende Zivilgebäude besetzt werden. Hin und wieder finden sich auch Kisten, die eine Einheit komplett reparieren oder Ihnen einen Geldregen bescheren. Völlig neu ist die Möglichkeit, KI-gesteuerte Co-Commander einzusetzen. Diesem können Sie direkte Befehle erteilen, haben aber auf seine Einheiten keinen direkten Zugriff.

Von \"Generals\" abgeguckt, können Sie so genannte Sicherheitspunkte auf dem Schlachtfeld verdienen. Diese geben Ihnen die Möglichkeit, Spezialfähigkeiten zu kaufen die Sie für Ihre Einsätze verwenden können.

Schaut man die einmal die Einheiten an, erkennt man schnell dass sich die Programmierer hier so richtig ausgetobt haben. Wie sonst kann man sich so durch geknallte Einheiten wie Kriegsbären, Delfine oder Kampfhunde erklären? OK, so einiges kommt einem schon vom letzten Teil bekannt vor, aber gerade die Fahrzeuge sind doch schon aus einem anderen Universum. Erfreulich ist die Seite der Marine, denn hier finden Sie auf jeder Seite sicherlich Ihre Lieblingseinheit. U-Boote, Flugzeugträger, Dreadnoughts, Schlachtschiffe und Kreuzer sorgen für Action auf dem Meer. Am Abgedrehtesten sind aber die Einheiten der \"Aufgehenden Sonne\" gelungen. Neben Shinobis und Rocket Angels lassen auch die Transformer grüßen. Der Mecha-Tengu kann sich beispielsweise von einem Bodenfahrzeug in ein Flugzeug verwandeln und so gleichermaßen Lufteinheiten und Bodeneinheiten bekämpfen.

Als absolut hervorragend einzustufen ist der Soundtrack. Der lässt wirklich Erinnerungen an Red Alert 2 wach werden. So fetzige Songs, die zum Spiel wie die Faust aufs Auge passen, findet man sonst in keinem anderen Strategiespiel. Grafisch sieht alles recht nett aus, aber für das Auge des Spielers ein wenig zu unreal und verspielt, geradezu bunt. Natürlich hat sich EA sehr viel Mühe bei den Details gegeben, aber besonders wenn man sozusagen nach \"oben\" zoomt, wird das Bild unschön.

Leider hat es EA wieder einmal nicht geschafft, eine einfache Online-Registrierung zu realisieren. Wie schön wäre es, sich einfach auf einen Server einzuwählen und an einem Spiel teilzunehmen? Die Zwangsregistrierung auf dem EA-Server bremst den Spielspaß immens, zumal es EA trotz der Umorganisation nicht ermöglicht, sämtliche Usernamen unter einem Account anzeigen zu lassen. Hat man einmal seinen Zugang verloren und loggt sich neu ein, hat man keinen Überblick, über welchen Nicknamen man eigentlich schon registriert ist. Auch eine Anti-Cheat-Funktion wie etwas Punkbuster wäre hilfreich bei den vielen Möchtegern Kommandanten, die plötzlich bereits nach kurzer Spielzeit mit einer übergroßen Armee auftauchen... Die gibt es leider überall.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Red Alert 3 hinterlässt einen merkwürdigen Eindruck. Die einen werden es lieben, die anderen kommen mit der Optik nicht zurecht. Zumindest hat EA auf die Proteste der User reagiert und mit der Veröffentlichung eines Deauthorisations-Tool eine Möglichkeit geschaffen, das Programm auf einer unbegrenzten Anzahl an Rechnern zu installieren. Grafisch bewegt man sich stark von Tiberium Wars weg. Wirkte Tiberium Wars schon sehr ausgewachsen und real, kommt Red Alert 3 eher wie eine Comic-Version daher. Das ist auf jeden Fall Geschmacksache. Die Steuerung ist nahezu gleichgeblieben, verwirrend ist aber selbst für Veteranen die fehlende Übersicht der Spezialisierung der einzelnen Einheiten. Im Klartext heißt das, man erfährt im Spiel nicht eindeutig, wogegen eine Einheit eigentlich effektiv ist. Meiner Meinung nach kommt Red Alert auf keinen Fall an Tiberium Wars heran.


und sonst noch ...
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 (Facts)
   
weitere Testberichte:
Command & Conquer 3: Kanes Rache PC-CD/DVD 9 Sterne
Command & Conquer 4: Tiberian Twilight PC-CD/DVD 6 Sterne
Command & Conquer: Die ersten 10 Jahre PC-CD/DVD 8 Sterne




Stand: 11.12.2008
Facts
Titel: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Genre: Strategiespiel
Label: EA Games
Release: 30.10.2008 PC-CD/DVD
USK: ab 16
Release:
off. Website www.alarmstuferot...




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
Der Multiplayer-Modus unterscheidet sich nicht großartig vom Vorgänger Alarmstufe Rot 2, bietet natürlich eine Menge neuer Maps für bis zu 8 Spielern. Hat man nicht so viele zusammen, kann man auch gerne einmal austesten, wie die KI des Computers reagiert. Schade ist es, dass ein Internetspiel zwangsweise mit einem LOGIN auf dem EA-Server verbunden ist.
pro Windows PC: 1 Spieler
im Internet: bis zu 8 Spieler



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