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Review

Civilization: Beyond Earth

PC-CD/DVD
Wertung   
8 von 10 Sternen


GamesView Hotgame

von Burkhard Büttner, 08.12.2014

Nach Civilization 5, einem mit der Zeit sehr ausgereiftem rundenbasiertem Strategiespiel, folgt nun mit Beyond Earth der Umzug von der guten alten Erde auf einen fernen Planeten. Von heute an gesehen spielt Beyond Earth 586 Jahre in der Zukunft. Viele negative und auch positive Ereignisse haben die Erde geprägt und Nationen zur Neuorganisation gezwungen. Daraus entstanden sind die so genannten Sponsoren, die die finanziellen Voraussetzungen für die Realisierung des Menschheitstraumes, im Weltraum neue Welten zu erforschen.

Zu Beginn müssen Sie sich deshalb für einen der Sponsoren entscheiden. Anschließend geht es um die Auswahl aus fünf verschiedenen Kolonisten-Typen, mit denen man den Planeten besiedeln und erforschen möchte. Dazu zählen Wissenschaftler, Flüchtlinge, Aristokraten, Ingenieure und Künstler und diese bilden dann den Grundstein Ihrer zukünftigen Gesellschaft. Tja, und wie gelangt man nun auf die Oberfläche? Richtig, mit einem Raumschiff und der dazu gehörenden Ausrüstung. Man sieht, es sind schon ziemlich gravierende Entscheidungen bereits zu Beginn erforderlich. Aber eine Welt will ja auch gut geplant sein. Je nach Ausrüstung können Sie nämlich Küsten auf der Karte aufdecken,
Landungsbereiche für die Stadt vergrößern oder auch mit mehr Energie starten. Insgesamt gibt es 5 Ausrüstungsmöglichkeiten. Zur Auswahl stehen zudem noch fünf Frachttypen, mit denen Sie Ihr Schiff bestücken müssen. Entscheiden Sie sich für die Hydrokultur und erhalten somit einen zusätzlichen Bewohner oder möchten Sie eher ein Labor mit dabeihaben und konzentrieren sich dadurch auf die Pionierarbeit-Technologie? Weitere Frachtarten sind Rohstoffe, das Waffenarsenal und Maschinen. Alles diese Typen legen wiederum den Grundstein für weitere Erforschungen und Startbedingungen vor Ort. Und wohin geht es dann? Das ist nämlich zu Beginn auch nicht entschieden. Da gibt es erdähnliche Welten mit großen Landmassen und kleineren Inseln oder auch vielgestaltige Welten mit sehr großen Landmassen, die natürlich schneller Konfliktpotential bieten. Für die Seefahrer unter Ihnen empfiehlt sich die Atlantische Welt, eine Welt mit sehr viel Wasser und vielen Inseln. Haben Sie keine Ahnung, wofür Sie sich entscheiden möchten, dann übernimmt das Spiel dieses für Sie. Für erfahrene Spieler gibt es zudem noch Welten mit extremem Klima oder kürzerem Tag- und Nach-Wechsel.

Am grundlegenden Gameplay der Vorgänger hat sich nichts verändert. Gespielt wird in Runden, das bedeutet jeder Spieler kann seine Spielzüge vornehmen und erst wenn ein Spieler seine Spielrunde abgeschlossen hat, dürfen die anderen Spieler agieren. Die Landkarte ist dabei in sechseckige Kacheln aufgeteilt und Gesundheit hat nun die Produktivität ersetzt. Insgesamt spielen Sie in sechs
unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und man sollte sich Zeit mitbringen, denn es können schon einige hundert Spielzüge zusammen kommen. Die Unterstützung von Anfängern ist ein Schwachpunkt dieses Spiels. Gerade zu Beginn verwirrt die Vielzahl von Aktionen, es fehlt gerade Neulingen die direkte Einführung. Viele Begriffe sind zudem auch nicht selbsterklärend. So steht man schon wie ein Ochs vorm Berg bei der Vielzahl an zu erforschenden Items. Sehr viel Zeit sollte man also mit der Zivilopädie verbringen, einem eingebauten Lexikon das ausführlich Bauwerke, Einheiten Werte und so weiter beschreibt.
Sehr erschlagend sind die vielfältigen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung Ihrer Gesellschaft. Es gibt keinen
traditionellen Baum, der die Entwicklungswege festlegt. Stattdessen sind Ihre Entwicklungsmöglichkeiten in Form eines Technologienetzes angeordnet, in dessen Zentrum Sie beginnen. Man unterscheidet zwischen Fädentechnologien und Knotentechnologien. Die Entwicklung der Knoten ist aufwändiger, diese wirken sich aber direkt auf die Affinitätswerte aus. Anstelle von Religionsformen oder Regierungsformen - wir befinden uns ja in der Zukunft und da sind die Menschen durch die geschichtlichen Ereignisse ja auch schlauer geworden - gibt es nun die drei Affinitäten Harmonie, Reinheit und Vorherrschaft. Haben Sie ein besonderes Bedürfnis an Harmonie, dann passen Sie sich der Umgebung an und werden quasi eins mit der Natur. Ok, solange man nicht blau wird ist das eine interessante Herausforderung. Die Reinheits-Fanatiker unter Ihnen möchten die menschliche Rasse optimieren bis hin zum Perfektionismus, handeln dabei aber sehr aggressiv und gehen dabei mit anderen Rassen sehr rücksichtslos vor.
Die Vorherrschafts-Typen vertrauen komplett auf die Technik und spielen gerne mit unbemannten Drohnen und Kampfrobotern Herrscher über den Planeten.

Zu Beginn müssen Sie auf dem Planeten aber erst einmal landen und suchen sich daher für Ihren Neuanfang ein nettes Plätzchen aus. Es wird zuerst ein Außenposten gebaut. Der Bau eines Außenpostens ist die Vorstufe einer Stadt, weitere Außenposten können nur durch die Entwicklung von weiteren Kolonisten erbaut werden, ein Kolonist ergibt dann sozusagen einen Außenposten. Die umliegenden fünf Geländefelder werden im Laufe des Spiels automatisch beansprucht. Wurde das letzte angrenzende Geländefeld beansprucht, wird der Außenposten automatisch zu einer Stadt. Daher ist es wichtig, wo man den Außenposten errichtet. Am besten natürlich dort, wo es viele Nahrungsmittel gibt. Aber auch höher gelegene Gelände haben einen Vorteil, nämlich wenn die Stadt gegen Feinde verteidigt werden muss. Mit Bautrupps können die Kolonien aufgebaut werden. Sie übernehmen Tätigkeiten wie
Waldrodungen, Farmen und Versorgung der Bevölkerung. Wird der Platz knapp, kann über das Städtemenü Land dazu gekauft werden. Die Währung ist hierfür Energie.

Es gibt auch einen Multiplayer-Modus. Im Hot Seat - Modus wechseln sich alle Spieler vor einem PC ab, im Standard-Spiel tritt jeder Spieler mit eigenem PC abwechselnd an. Einziger Wehrmutstropfen ist die Steam-Aktivierung, ohne Steam-Account kein Online-Spiel. Die Steuerung erfolgt standardmäßig mit Tastatur und Maus, über einen Rechtsklick auf eine Einheit wird diese angewiesen, sich zu bewegen. Weiterhin gibt es auf dem Bildschirm viele Infofenster die anzeigen, welche Aktionen aktuell möglich sind.
Im Laufe der Geschichte Ihres Volkes werden Sie mit einigen Problemen zu kämpfen haben. Eines davon sind Intrigen oder Spionageattacken. Vor allem die Intrigen sollten Sie im Auge behalten. Je schlechter es nämlich Ihrem Volk gesundheitlich geht, umso mehr Intrigen drohen. Aber auch gegnerische Parteien sind recht neugierig und schicken Spione in Ihre Städte. Damit Sie das unterbinden und auch die Intrigen eindämmen können, benötigen Sie Agenten, die sich hierum kümmern. Haben Sie erst einmal eine Spionage-Agentur produziert, können Sie Agenten verschiedenen Sicherheitsprojekten zuweisen. Und nicht nur die Gesundheit und die Stimmung im Land sind wichtige Faktoren. Nichts geht ohne Energie. Vieles Kostet Energie und die Landerweiterung geht nur mit der Energie als Währung. Die
Energieproduktion ist also ein absolutes Muss, auf das Sie achten müssen. Damit das Ganze mehr in Schwung kommen, sollten Handelsrouten mit anderen Ländern eingerichtet werden. Handelslager erweitern die Anzahl der möglichen Routen und wenn Sie zwischen Ihren Städten auch noch eine Straße bauen, geht das ganze viel schneller vonstatten. Es ist aber nur möglich, jeweils eine Produktion je Stadt anzustoßen, und einige Projekte dauern schon ganz schön viele Runden. Diplomatische Beziehungen zu anderen Parteien sind sehr wichtig, in manchen Fällen agieren diese aber recht aggressiv und erklären auch gerne mal den Krieg. Da ist es natürlich gut, sich um die Verteidigung der Stadt und des Landes zu kümmern. Hierzu stehen verschieden Einheiten wie Marines oder auch Raketenfahrzeuge zur Auswahl. Auch die Stadt selbst kann sich mit Energiezäunen und Abschussbasen für Raketen bewaffnen. Alles eine Frage der Zeit und des Geldes. Mit der Zeit müssen Sie verschiedene Quests erfüllen, die sich wiederum auf die Kultur Ihres Volkes auswirken. Manche Länder finden es zum Beispiel total toll, wenn Sie Aliens lieber in einem Gehege unterbringen statt auszurotten. Wird es mal knapp mit Ressourcen, können Sie die Städte anweisen, kein konkretes Projekt zu bauen, sondern im Rahmen von dauerhaften Projekten einen gewissen Teil der Produktion einer Stadt in andere Ressourcen wie zum Beispiel Energie umzuwandeln. Aber auch hier sollten sie die anderen Ressourcenproduktionen im Auge behalten.

Grafisch präsentiert sie Beyond Earth auf recht hohem Niveau, allerdings könnten an der einen oder anderen Stelle die Übergänge und die Animationen etwas mehr mit der Umgebung verschmelzen. Viele Bewegungen wie zum Beispiel die Truppenbewegungen sind wenig animiert, was dem Spielverlauf aber auch nicht schadet. Im Gegenteil, hierbei geht es um höhere Strategie bei der es nicht darauf ankommt, Bewegungen von einzelnen Figuren oder Fahrzeugen bis ins kleinste Detail zu animieren. Musik läuft ständig im Hintergrund mit. Mal ruhig, dann wieder dramatisch. Vom Stil her eine episch anmutende klassische Hintergrundmusik.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Civilization Beyond Earth bedeutet vor allem eines: Sehr viel zu lesen. Anfänger werden sich zu Beginn sehr schwer tun, denn mit "Einfach drauf loslegen" ist hier kein Pokal zu gewinnen. Man muss sehr viel im beiliegenden Lexikon nachlesen, um die Hintergründe zu verstehen. Vor allem die Entwicklungsmöglichkeiten sind doch schon sehr verwirrend und die Auswirkungen nicht jedem auf Anhieb ersichtlich. Wer sich darauf aber einlässt, wird von diesem Spiel nicht so schnell loskommen. Schnell mal ein Stündchen spielen kann man getrost vergessen. Das Spiel fesselt, obwohl der fehlende historische Bezug bei den Entwicklungen z.B. den Weltwundern fehlt. Wer will, kann hier Tage an seiner eigenen Zivilisation herum schrauben. Man muss sich Zeit mitbringen, dann macht das Spiel aber auch so richtig Spaß.


und sonst noch ...
Civilization: Beyond Earth (Facts)
   
News
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Stand: 08.12.2014
Facts
Titel: Civilization: Beyond Earth
Genre: Strategiespiel
Label: 2K Games
Release: 24.10.2014 PC-CD/DVD
USK: ab 12
Release:




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Screenshots :














Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
pro Windows PC: bis zu 8 Spieler
im Internet: bis zu 8 Spieler



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