Home > Spieletests > Windows PC > Call of Duty Black Ops

Review

Call of Duty Black Ops

PC-CD/DVD
Wertung   
7 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 28.12.2010

Auch wenn für manchen der Einzelspieler-Modus nur Nebensache ist, wollen wir uns aber zuerst einmal diesem Modus widmen und später dann den Online-Part betrachten. Aber egal ob man nun online spielen möchte oder nicht, ohne einen Steam-Account und Online-Verbindung geht es nicht.
Nachdem der Zweite Weltkrieg ja nun schon in diversen Shootern thematisch behandelt worden ist, hatte sich Activision mit Call of Duty in der Modern Warfare – Reihe aktuellen Szenarien zugewendet. Statt in Europa oder auch Nordafrika führte Sie die Geschichte in die entlegensten Winkel der Welt und bot demnach auch eine Vielfalt an optischen Leckerbissen. Und seien wir einmal ehrlich, ein perfekt gestalteter Dschungel hat schon seinen eigenen Reiz. Auch Black Ops führt Sie an verschiedene Ecken der Erde, geht diesmal aber etwas in der Zeit zurück und zwar in die Zeit des Kalten Krieges, als sich die Amerikaner und die Russen nicht ganz so freundlich gesinnt waren. Es war auch eine Zeit der Spione und der verdeckten Operationen und natürlich auch der politischen Gefangenen. Sie schlüpfen in die Rolle des Alex Masons, der in einem Überwachungsraum voller Monitore aufwacht und erfahren Schritt für Schritt von seinen Missionen, die in nach Kuba, die UdSSR, den Vietnam bis in den Golf von Mexiko verschlagen haben, alles beauftragt durch den US Präsidenten John F. Kennedy persönlich. Im Unterschied zu den vorhergehenden Titeln springt die Handlung nicht und auch die Hauptperson bleibt immer dieselbe. Dadurch schaffen es die Programmierer, den Spieler an die Handlung zu binden und sich mit der Person besser zu identifizieren. Es folgt aber Altbekanntest: Suche, retten, zerstören und meistens dann noch entkommen. Hier fehlt ein wenig Innovation. Zwischendurch werden noch automatische Speicherpunkte gesetzt, die allerdings manchmal frustrierend ungünstig liegen. Dazu kommt noch, dass die KI nicht unbedingt zur hellsten gehört, was aber nicht bedeutet, dass der Einzelspieler-Modus einfach wäre. Selbst in der kleinsten Stufe gibt es hier und da schon Stellen, die den Spieler zur Verzweiflung bringen. Etwas lästig sind die Level, in denen riesige Mengen an Gegnern auf Sie zugerannt kommen. Hier muss man erst einmal herausfinden, was gemacht werden muss, denn ab einem bestimmten Punkt versiegen diese Mengen plötzlich. Insgesamt ist das Level-Design CoD-typisch recht linear gehalten und es gibt auch nur wenige interaktive Objekte, die zerstört oder benutzt werden können. Das Gameplay ist eine der Stärken von Black Ops, denn die Steuerung ist intuitiv und reagiert so, wie es der gemeine Shooter gewohnt ist. Der Bildschirm wirkt nicht überfrachtet und sie erhalten immer wieder Hinweise, in welche Richtung Sie marschieren müssen. Für Abwechslung sorgen Action-Einlagen, in denen Sie Helikopter fliegen oder auf Motorrädern vor dem Gegner fliehen müssen. Das alles macht einen gelungenen Eindruck und lässt auf keinen Fall Langeweile aufkommen. Aber so sind wir es von der CoD-Reihe ja seit eh und je gewohnt.
Grafisch spielt CoD in der oberen Liga mit, hatte allerdings zu Anfang mit Frameeinbrüchen und Performance-Fehlern schwer zu kämpfen. Überhaupt sind die minimalen Hardware-Anforderungen unverständlich, zumal sich grafisch gegenüber den Vorgängern nicht wirklich was geändert hat. Von einer vollkommen interaktiven Umgebung kann man leider weiterhin nur träumen. Es ist genau vorgegeben, was explodieren und kaputt gehen darf und was nicht. Und auch die zu benutzenden Gerätschaften und Fahrzeuge sind arg eingeschränkt. Der Sound hingegen war noch nie Anlass zur Kritik, bei allen CoD-Titeln. Allerdings sollte das ja nach so vielen Titeln eigentlich auch selbstverständlich sein. Die Waffen hämmern aus den Lautsprechern und einschlagende Geschosse schwirren um die Ohren. Lediglich die Synchronisation in den Dialogen könnte etwas lauter sein, denn gerade im Schlachtgetümmel kann man schon die eine oder andere wichtige Anweisung nicht verstehen.


Der Online Modus: Nach den Beschränkungen, die uns Modern Warfare II hinsichtlich eigener Server auferlegt hat, hofften viele Gamer auf den nächsten CoD-Titel. Nun ist es endlich wieder möglich, eigene Server zu erstellen und so mit seinem eigenen Clan zu spielen. Die Auswahl des Spiels erfolgt wie gewohnt über einen eigenen Browser, der aber noch nach eigenem Belieben und sogar nach Favoriten gefiltert werden kann. Die riesige Anzahl an Servern benötigt eine Zeit, bis alle Server aktualisiert sind, aber ist erst einmal ein freier Server gefunden, geht es auch schon los. An dieser Stelle und beim Map-Wechsel ist etwas Geduld gefragt, denn der Ladevorgang dauert etwas lange.

Zu Beginn haben Sie nur eine begrenzte Auswahl an Waffen und Ausrüstung zur Verfügung. Das steigert sich dann mit Ihrer Karriere. Natürlich gibt es verschiedene Stufen mit unterschiedlichen Dienstgraden. Je nach Stufe werden weitere Waffen und Ausrüstungsgegenstände frei geschaltet. Diese müssen aber mit den so genannten CoD-Dollar gekauft werden. Das verdienen Sie sich in den einzelnen Spielmodi und sie sind nicht gezwungen, sich neue Ausrüstung zu kaufen, denn nicht jede Ausstattung macht Sinn. Es kann auch sein, dass Sie mir Ihrer Ausrüstung so zufrieden sind und das Geld sich ansammelt. Dieses dürfen Sie sogar verzocken. Im Klasseneditor können Sie sich anfangs 5 eigene Profile erstellen, abhängig von der jeweiligen Prestige-Stufe, die es aber erst ab einem bestimmten Rang gibt, werden bis zu 10 Profile frei geschaltet. Innerhalb der Profile darf dann munter zusammen gestellt werden. Das fängt an bei den Primärwaffen. Hier stehen MPs zur Auswahl wie zum Beispiel die MP54, die AK74u oder die UZI. Bei den Sturmgewehren dürfen Sie unter anderem auswählen zwischen M16, FAMAS oder Galil. Die Schrotflinten sind zwar eher etwas fürs Grobe, aber Olympia, SPAS-12 und Co dürfen Sie sich auch gerne mal anschauen. Unter den leichten MGs gibt es das HK21, das M60 und zum Beispiel das Stoner. Scharfschützen dürfen sich auf das Dragunow, die WA200 oder das PS61 freuen. Das waren natürlich noch längst nicht alle, aber schauen Sie doch selbst. Die Primärwaffen waren aber nur der erste Teil, als nächstes dürfen Sie sich mit den Sekundärwaffen vertraut machen. Hierzu zählen unter anderem diverse Pistolen und Raketenwerfer. Im Laufe Ihrer Karriere finden Sie unzählige Möglichkeiten, Ihr Profil zu verändern. Verschiedene Aufsätze wie Visiere, Schalldämpfer und Erweiterungen beeinflussen das Handling Ihrer Waffen. Sie können die Waffe mit Tarnfarbe versehen, eine Clan-Markierung und ein Emblem anbringen und auch sich selbst mit einer Gesichtsfarbe tarnen. Als weitere Extras finden sich zum Beispiel – wie bereits aus den Vorgängern bekannt – kugelsichere Westen, längerer Atem für Scharfschützen, schnellerer Spring oder auch die so genannte "Zweite Chance", durch die Sie nach einem Abschuss noch einige Sekunden Gegner mit der Pistole niederstrecken können. Als taktisches Gadget können Sie zudem noch diverse Granatentypen kaufen.

Zum Punktesystem gibt es einiges zu berichten, man kann es aber unter "vielfältig" buchen. Wenn Sie einen Gegner angeschossen haben, bekommen Sie Assist-Punkte, sofern ein Teamkamerad den Job erledigt hat. Ebenso erhalten Sie Rächer-Punkte, wenn Sie einen Feind niederstrecken, der einen Kameraden ins Jenseits befördert hat. Bei Abschussserien erhalten Sie zudem noch Unterstützung aus der Luft in Form von Helikoptern, Mörser-Angriffen oder auch Spionage-Flugzeugen. Die Hunde dürfen natürlich auch nicht fehlen, aber hinzugekommen sind Fernlenkladungen und automatische Geschütze, die Sie auf dem Schlachtfeld strategisch gut platzieren können. Das sind aber nur einige der vielen Unterstützungen, die erzielten Abschüsse zählen allerdings nicht zu Abschussserien hinzu. Das war in den früheren Titeln immer ein Problem. Dafür aber behalten erzielte Abschussserien ihre Gültigkeit so lange, bis das gesamte Match beendet ist. Kommen wir noch einmal zurück auf das Punktesystem. Hier wird es echt unübersichtlich. Allerdings im positiven Sinne. Gefühlt erhalten Sie für alles Mögliche Punkte. Vielleicht nicht für gutes Aussehen, aber als Beispiel seien genannt: Anzahl der Treffer mit einer Waffe, Anzahl der erledigten Feinde, Anzahl der beendeten Spiele eines bestimmten Modus, Anzahl der "Beinahe-Tode" und so weiter. Besonders große Punktesprünge sind möglich, wenn man vorgegebene Herausforderungen abschließt. Zudem können Sie auch noch Aufträge annehmen und so Ihr Punktekonto auffrischen. Hierbei geht es meist darum, einer der besten des Spiels zu sein, eine bestimmte Anzahl an Abschlüssen zu erzielen, Volltreffer zu landen oder Gegner mit dem Messer zu erledigen.

Wird man getroffen, zeigt eine so genannte "Kill-Cam" die Position des Feindes an, der Sie erschossen hat. Das erleichtert die Orientierung und verhindert zudem, dass sich so genannte "Camper" immer an derselben Position befinden und nicht entdeckt werden. Als besonderes Feature wird der letzte "Kill" eines Spielers am Spielende noch einmal per Video abgespielt. Nett, aber nutzlos.

Ein weiteres nettes Feature ist das so genannte Kino: Von den letzten Spielen werden Videos angelegt, aus denen Sie wiederum Screenshots erstellen können. Ob man sich wirklich die Zeit nimmt, ein Spiel nachträglich zu analysieren, sei einmal dahin gestellt. Aber wer will, der kann sich sein Spiel mittels Play und Vor- beziehungsweise Rücklauftaste noch einmal genauestens ansehen und vielleicht herausfinden, warum ein Gegner so gut spielt und was seine Tricks sind. Alles in Allem aber ein überflüssiges Gimmick.
Etwas, was aber durchaus sinnvoll ist, ist der Kampftrainings-Modus. Hier können Sie sich nämlich fern ab von jeder Rangliste mit der Karte vertraut machen und in aller Ruhe gegen vom Computer gestellte Gegner kämpfen. Einziger Nachteil ist natürlich, dass sich sämtliche Punkte nicht auf den Ranglisten-Platz auswirken.

Was machen Sie mit den CoD-Dollar, wenn Sie viel davon besitzen? Nun, entweder wie oben beschrieben in Waffen und Ausrüstung investieren oder in Wettspielen einsetzen. Und die sind wirklich mal eine ordentliche Abwechselung, denn hier müssen die Spieler einen Wetteinsatz investieren und dürfen dann erst am Spiel teilnehmen. Dabei geht es darum, mit zum Beispiel nur einer Kugel in der Waffe den Gegner zu treffen oder den Rest mit dem Messer zu erledigen. Wie gesagt, das ist etwas für Zocker.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Was für eine Geburt. Wer von uns fing nicht an, an seiner Hardware zu zweifeln, nachdem das Spiel endlich installiert worden ist? Aber vor allem der Online-Modus hatte so manchem Spieler das Spiel vermiest. Aussetzer, Ruckler, Verbindungsabbrüche. Da hatte einer seine Hausaufgaben aber überhaupt nicht gemacht. Mittlerweile wurden diverse Patches über Steam nachinstalliert und siehe da, nach etlichen Wochen konnten auch ältere Rechner mit dem Spiel fertig werden. Zumal die Grafik zwar nett ist, aber bei weitem nicht besser als in Modern Warfare 2. Das Spielprinzip wurde beibehalten und kapitale Neuerungen finden sich nicht. Leider ist es auch weiterhin nicht möglich, alles zu zerschießen oder zu benutzen, was das betrifft so ist Battlefield hier einen Schritt voraus. Alles in allem ist CoD Black Ops mittlerweile von "Lag Ops" zu einem ordentlichen Nachfolger von Modern Warfare II geworden, obwohl er sich grafisch und technisch gerade mal dessen Niveau halten kann.


und sonst noch ...
Call of Duty Black Ops (Facts)
   
weitere Testberichte:
Call Of Duty 4: Modern Warfare PC-CD/DVD 9 Sterne
Call of Duty 2 PC-CD/DVD 10 Sterne
Call of Duty: United Offensive PC-CD/DVD 8 Sterne
News
09.01.2015 Call of Duty Championship in LA
03.11.2014 Call of Duty: Advanced Warfare ab heute erhältlich
22.10.2014 Armored Warfare: "Cold Strike"-Karte
20.10.2014 Das Exoskelett der Atlas
01.08.2014 Nemesis das vierte DLC-Paket für Call of Duty: Ghosts
31.10.2013 Call of Duty: Ghosts "Free Fall" Gameplay-Trailer zeigt atemberaubende Action
25.10.2013 Werde Call of Duty: Ghosts Squad
10.09.2013 Call of Duty: Ghosts – deutscher Trailer mit Story-Inhalten
13.08.2013 Apocalypse am 27. August exklusiv für Xbox LIVE
17.11.2012 Call of Duty: Black Ops II macht mehr als 500 Millionen US Dollar Umsatz in 24 Stunden




Stand: 28.12.2010
Facts
Titel: Call of Duty Black Ops
Genre: Action
Label: Activision
Release: 09.11.2010 PC-CD/DVD
USK: ab 18
Release:
Entwickler: Treyarch




GamesView unterstützen?
Dann bitte klicken bei ...
Click Here


Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
pro Windows PC: 1 Spieler
im Internet: bis zu 18 Spieler



Letzte Spieletests
PC-CD/DVD  Xbox  Xbox 360  Playstation 2  Playstation 3  PlayStation Portable  Wii 

Playstation 4 Kung Fu Panda: Showdown der Legenden
PC-CD/DVD Pro Evolution Soccer 2015
Playstation 4 SingStar
PC-CD/DVD Civilization: Beyond Earth
PC-CD/DVD Borderlands: The Pre-Sequel!
PC-CD/DVD Alien: Isolation - Ripley Edition
Playstation 4 NBA 2K14

[ Weitere Spieletests




Letzte News
31.10. Crazy Machines 3: Willkommen zur Creepy Horror Physics Show
28.10. Titanfall 2 ab heute für Konsole und PC
28.10. Just Dance 2017 ab heute kann getanzt werden
28.10. Kostenloses Spiel "Project Cars - Pagani Edition" angekündigt
25.10. Hobby Landwirte aufgepaßt, der Landwirtschafts-Simulator 17 ist im Handel


© 2018 by GamesView.de