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Review

Bulletstorm

Playstation 3
Wertung   
8 von 10 Sternen



von Burkhard Büttner, 21.04.2011

Wo es eine Konföderation gibt, da gibt es auch schmutzige Arbeit. Jobs, die niemand erledigen will und ungeliebte Zeitgenossen, die der Regierung ein Dorn im Auge sind und die erledigt werden sollen. Für diese Jobs wurde Dead Echo gerufen, eine legendäre Eliteeinheit von Raufbolden unter der Führung von Grayson Hunt, einem Profikiller, der auch gerne mal zu tief ins Glas schaut. Mit zu seinem Team gehörten Ishi Sato, sehr loyal und mit kühlem Kopf. Sato ist eigentlich kein richtiger Raufbold sondern ein eher bodenständiger Charakter und sozusagen das Vernunftszentrum dieser Truppe. Die weibliche Hauptrolle übernimmt Trishka Novak. Sie wirkt für Außenstehende kühl und unnahbar, ist aber eine treue Begleiterin, die allerdings ungern Gefangene macht. Dr. Whit Oliver ist der Big Daddy dieser Einheit und sorgt dafür, dass seine Kumpel wieder in ganzen Stücken aus einem Gefecht zurückkommen ... beziehungsweise er sorgt anschließend dafür, dass sie wieder in einem Stück zur Verfügung stehen. Der Bastelfreak des Teams ist Rell Julian. Er war zwar nicht der hellste Kopf in der Schule, versteht es aber prächtig, Sprengstoff herzustellen und zu modifizieren. Dieses Team wurde in unzähligen Einsätzen auf Geheiß von General Victor Sarrano damit Beauftragt, Zielpersonen zu eliminieren.
Eines Tages hat Grayson Hunt erfahren, dass die meisten Zielpersonen unschuldige Zivilisten, Politiker oder auch Journalisten waren, die dem General nicht in den Kram passten. Hunt quittierte den Dienst, kaperte das Raumschiff "Spectre" von der Konföderation und waren seitdem auf der Flucht als die meistgesuchten Männer der Galaxie. Nach einen unglücklichen Zusammentreffen mit einem Schlachtschiff des Generals stürzt Hunt mit seinem Team auf einem Planeten ab, der nur auf den ersten Blick idyllisch wirkt. Denn bereits kurz nach dem Absturz begegnen ihnen Monster, Mutanten und andere kriminelle Organisationen, die ihnen nach dem Leben trachten.

Das war es eigentlich auch zum Thema Hintergrundgeschichte. Bulletstorm präsentiert sich als reinrassiger Shooter in der die Taktik noch mehr in den Hintergrund gerät als die Geschichte. Wobei man sagen kann, dass die Geschichte nett erzählt wird und mit einer gehörigen Portion Humor versehen wurde. Schnell wird klar, dass es hier eigentlich nur eine Richtung gibt: Direkt auf das Ziel zu. Sich irgendwo herumschleichen ist nicht möglich, denn dazu sind die Level viel zu linear gestaltet und man kann sich quasi gar nicht verlaufen. Hin und wieder gibt es Gegenstände, die einem den Weg versperren, aber auch dafür findet sich schnell eine Lösung: Die Peitsche. Und wir sprechen nicht von dem Kinderspielzeug, dass Zorro mit sich herumgetragen hat. Diese Peitsche hat es in sich, denn mit ihr können Sie Ihren Gegner aus der Ferne packen, heranziehen und quasi in einer Bullet Time, also einer Zeitlupe, noch einem einen Tritt in den Allerwertesten verpassen. Das klingt nicht nur gut, es sieht auch noch sehr gut aus und macht zudem noch richtig Spaß. Aber die Peitsche hat auch noch seine nützlichen Seiten. In vielen Level müssen Sie Hebel ziehen, Trümmer wegreißen oder komplizierte Skillshots vorbereiten. Natürlich können Sie Ihre Gegner auch auf herkömmliche Weise beseitigen, also mit Hilfe von Revolvern, mit Stahlketten verbundene Granaten, die sich um das Ziel wickeln, Schrotflinten, Projektilwaffen und Chainguns. Aber die Peitsche macht halt mehr Spaß.

Das Gameplay unterscheidet sich hingegen nicht von anderen Shootern. Es werden Missionsziele vorgegeben, wie zum Beispiel die Suche nach bestimmten Bauteilen und auf dem Weg gibt es allerhand zu tun. Für jeden Gegner, den Sie erledigen, erhalten Sie aber Punkte, so genannte Skills. Und je nachdem, wie spektakulär der Gegner in die ewigen Jagdgründe eingeht, desto mehr Punkte erhalten Sie. Es bringt also mehr, den Gegner mit der Kombination Peitsche und Fußtritt zu erledigen, als in stumpf abzuknallen. Die Steigerung in diesem Falle wäre es, den Gegner mit dem Fußtritt über einen Abgrund zu stoßen. für die kreativsten Varianten gibt es besondere Punkte. Mit diesen so genannten Skillshots verdienen Sie sich schneller Punkte, die später in neue Waffen und Upgrades investiert werden können. Zwischen den Skillshots gibt es drei Stufen, von Blau (einfach) über Gelb (normal) bis hin zu Rot (sehr schwierig). Was für Skillshots Sie absolvieren müssen und welche Sie schon geschafft haben, können Sie in der eigenen Datenbank abrufen.

Netter Weise hat das Militär hin und wieder auch Versorgungskapseln auf dem Planeten deponiert. Diese können Sie mit der Peitsche öffnen und erhalten Zugriff auf einen Versorgungsshop, auf die Skillshot-Datenbank und auf Spielertatistiken. Im Versorgungsshop können Sie die erkämpften Punkte in Munition und Upgrades investieren. Aber auch frei geschaltete Waffen stehen hier zum Kauf bereit.

Grafisch sieht Bulletstorm wirklich nett aus, ist aber weit davon entfernt, ein Grafikhammer zu sein. Der Vorteil hierbei ist, dass das Spiel bis auf einige Frameeinbrüche schnell und flüssig abläuft, sodass man selten Gelegenheit bekommt, die Umgebung zu bewundern. In der deutschen Version sind allerdings so manche grafische Feinheiten herausgeschnitten worden. Das fällt allerdings nur im direkten Vergleich mit ausländischen Versionen auf, und wer nicht absolut scharf ist auf fiel Blut und Leichenteilen, dem wird bei der deutschen Version auch an nichts fehlen. Was Bulletstorm zudem noch auszeichnet, ist der fiese Humor und die Sprüche, die die Teammitglieder so von sich geben. Die Dialoge der Figuren in den einzelnen Videosequenzen sind Lippensynchron und in deutscher Sprache.

Die Steuerung geht keine eigenen Wege, was bedeutet, dass man sich sehr schnell damit zurecht finden kann. Aktionen erfolgen über die Funktionstasten, mit Links 1 wird gezielt, mit Rechts1 wird geschossen. Selbst Kombinationen mit der Peitsche gehen sehr schnell ins Blut über. Man sieht im Laufe des Spiels sofort, welche Aktionen möglich sind, wenn es einmal nicht weiter geht. Soll eine Tür geöffnet werden oder eine Taste betätigt, erscheint ein Symbol an der jeweiligen Stelle. Somit werden auch Anfänger nicht überfordert.

Im Multiplayer-Modus spielen Sie mit bis zu vier Spielern online. Hier gilt auch das Skill-Punktesysem, wie es in ähnlicher Art in aktuellen Shootern Anwendung findet. Nett, aber nichts neues.


Fazit Playstation 3

von Burkhard Büttner

Bulletstorm sorgt für Kurzweil. Das Spiel bietet zwar keine herausragende grafische Höhepunkte, es lässt sich aber schön anschauen und ist schnell. Viel Nachdenken muss außerdem auch nicht sein, denn das Ziel ist klar: Gegner plattmachen und ordentliche Punkte kassieren, um diese in neue Waffen und Upgrades zu investieren. Klingt simpel, ist es auch. Besonders cool ist die Peitsche, mit der man wirklich so einiges anstellen kann. Dinge oder Personen heranziehen und dann wegtreten. Das auch mal gerne über einen Abgrund oder in andere Objekte. Natürlich der Punkte wegen. Klare Empfehlung für Baller-Freaks.


und sonst noch ...
Bulletstorm (Facts)
   




Stand: 21.04.2011
Facts
Titel: Bulletstorm
Genre: Action
Label: EA Games
Release: 24.02.2011 Playstation 3
USK: ab 18
Release:
Entwickler: Epic Games




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: nicht vorhanden



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