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Review

Borderlands: The Pre-Sequel!

PC-CD/DVD
Wertung   
8 von 10 Sternen


GamesView Hotgame

von Burkhard Büttner, 16.11.2014

In Borderlands 2 haben wir uns als Kammerjäger in der Gestalt eines Commandos, einer Sirene, eines Gunzerkers oder eines Mechromancers mit allerlei Monstern und üblen Gestalten herumgeschlagen, sind durch wirkliche üble Gegenden gereist und haben diverse Boss-Gegner plattgemacht. Am Ende konnten wir Handsome Jack das Handwerk legen und mit einem Kammerschlüssel einen Überblick über noch verbleibende Kammern im Universum ergattern. Allen war also klar, es wird eine Fortsetzung geben, schließlich haben wir ja noch eine Menge Kammern zu finden. Und genau aus diesem Grund gibt es nun einen Nachfolger der ... halt ... der genau das Gegenteil macht! Die Geschichte um Pandorra und die Kammerjäger wird nicht weitererzählt! Zumindest vorerst nicht. Borderlands TPS siedelt nämlich zwischen Borderlands 1 und 2 an und erzählt die Geschichte um den Aufstieg von Handsome Jack. Und weil wir auf Pandorra nun wirklich schon genügend Staub gefressen haben, versetzt uns 2K in den Weltraum, pardon, auf den Mond der über Pandorra schwebt.

Das Spiel erkennt bei der Installation - Steam ist hier Pflicht - automatisch, wenn das Vorgängerspiel auf der Platte liegt. Zwar kann man keine Erfahrungspunkte übernehmen, aber man wird trotzdem für seine Treue belohnt und bekommt ein paar Bonus-Artikel bereits zu Spielbeginn in seine Ausrüstung gesteckt. Dafür gibt es aber vier neue Spielerklassen. Die krasseste Klasse ist aber wohl mit Abstand Claptrap selbst. Diese nervige Blechbüchse kann nun selbst am Kampf teilnehmen und hat so einiges an merkwürdigen Fähigkeiten zu bieten. Die anderen drei sind eher Standard-Kost. Athena die Gladiatorin kann Angriffe zurückschleudern, Wilhelm der Enforcer hat zwei Kampfdrohnen zur Unterstützung und Nisha der Lawbringer kann automatisch Gegner gezielt töten. Natürlich sind die jeweiligen Erfahrungsbäume wieder dreigeteilt und Skill-Punkte können nach belieben verteilt werden. Aber das kennen wir ja schon aus Borderlands 2. Die Steuerung erfolgt nach gewohnter Manier mit Tastatur und Maus und auch in den Menüs finden sich alte Haudegen sofort zurecht. Hat sich ja nicht wirklich etwas verändert. Warum auch?

Borderlands TPS unterscheidet sich grafisch und akustisch von der Qualität her nicht von Borderlands 2. Eine Menge frischen Wind in dieses Spiel hat auf jeden Fall die neue Umgebung - spricht der Mond - gebracht. Trockener Wüstensand ist einem Mond-Grau gewichen. Und natürlich gibt es auf dem Mond keinen Sauerstoff. Das schränkt an gewissen Stellen ein, weil man ja immer auf seine Atemluft achten muss, die meisten Gegner die man erledigt werfen aber Sauerstoffflaschen ab und an einigen Punkten strömt Luft aus dem Boden oder können Aufladestationen aktiviert werden, mit der man seinen Tank wieder auffüllen kann. Ein völlig neues Spielerlebnis und damit verbunden auch ganz neue Möglichkeiten bietet die fehlende Gravitation. Sprünge gelingen sehr viel weiter und Schluchten sind somit kein Problem. Zumindest die meisten. Wird die Reichweite knapp oder muss man nun doch noch ein bisschen höher hinaus, hilft das Jetpack weiter. Mit ihm können wir höhere oder auch weiter entfernt gelegene Punkte besser erreichen und auch unseren Sprung in gewissem Umfang steuern. An einigen Stellen gibt es zudem Katapulte, die wir nutzen dürfen und mit denen wir
extreme Entfernungen überwinden können.
Geld gibt es genügend und Munition auch. Natürlich kann man an vielen Stellen Sein Inventar an Verkaufsautomaten bereinigen oder auffüllen, aber wirklich notwendig ist das Bordlands-mäßig eigentlich nie der Fall. Und Geld hat man am Ende sowieso viel mehr als man tatsächlich braucht. Das Waffenarsenal ist natürlich wieder reichlich bespickt, auf dem Mond ballert man allerdings mit anderen Waffen als auf Pandorra. Klar, Schock- und Korrosionswaffen gibt es natürlich auch noch weiterhin, aber viel cooler sind die Laserwaffen. Waren diese in Borderlands 2 sehr rar gesät, findet man sie nun sehr häufig und das dazu noch in unterschiedlichen Ausführungen: Mal als normale Strahlenwaffe, dann wiederum eher in der Variante einer Pumpgun. Der Vorteil dieser Waffen liegt auf jeden Fall darin, dass sie zusätzlichen Elementarschaden anrichten können. Wirklich nett anzusehen sind die Eiswaffen, die den Gegner in Eisblöcke verwandeln und ihn damit wehrlos machen. Allerdings dürfen Sie nicht alle Waffen benutzen, denn sie sind an bestimmte Erfahrungslevels geknüpft. Ihren eigenen Erfahrungslevel steigern Sie, in dem Sie möglichst viele Gegner abmurksen oder Aufgaben erledigen und schalten somit auch stärkere Waffen frei. Schneller geht es, wenn Sie sich im Koop-Modus mit 3 anderen Spielern über das Internet verbinden. Das hat wie auch schon in Borderlands 2 den Vorteil, dass Sie schneller und mehr Punkte sammeln und auch ihre Einzelspieler-Mission vorantreiben können, denn die Errungenschaften und erledigten Quests können dann übersprungen werden. Vor allem bei schwierigen Boss-Gegnern ist das eine tolle Erleichterung.

Neu hinzugekommen ist ein Wandler, den man in Concordia findet, also dem Sanctuary-Gegenstück auf dem Mond. Um das Gerät zu aktivieren, muss für Springs zuerst eine Quest erledigt werden. Danach kann man nach Herzenslust umwandeln, das bedeutet, man wirft drei Gegenstände in den Wandler und erhält einen im Idealfall viel besseren Gegenstand zurück. Dabei ist es schon sinnvoll, drei Waffen desselben Typs hineinzuwerfen, denn nur dann erhält man auch eine Waffe des gleichen Typs wieder ausgespuckt, ansonsten wird es zur Lotterie, was dabei herauskommt. Hinzu kommt noch, dass sich die Farben der Waffen auf die Ausgabe auswirken. Weiße Waffen ergeben grüne, grüne Waffen ergeben blaue und drei blaue Waffen ergeben eine Lila-Waffe. Also viel Spaß beim Experimentieren. Und es ist schon interessant, was sich im Internet schon für Rezepte tummeln. Anstelle von Iridium gibt es auf dem Mond die Mondsteine. Damit können Sie wiederum auf dem Schwarzmarkt shoppen gehen und diverse Erweiterungen für Munition oder Lagerkapazität erwerben. Mondsteine haben allerdings auch Auswirkungen auf das Ergebnis des Wandlers. Zudem gibt es unterwegs diverse Beutekisten, die mit Mondsteinen geöffnet werden können. Für ganz abgefahrene gibt es bei Moxxie Gelegenheit, so genannte Moxxtails mit diesen Steinen zu kaufen. Diese Cocktails sorgen für eine begrenzte Dauer Bonuswerte zu erhalten. Es lohnt sich also, diese zu sammeln.

Auch für Borderlands TPS gibt es wieder einen Season Pass, in insgesamt 4 Zusatzinhalten (DLC) weitere Charaktere und Herausforderungen verspricht und zum Download berechtigt, sobald das DLC veröffentlicht worden ist.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Eine Fortsetzung, die eigentlich keine ist und ein neues Spiel, das eigentlich gar nicht neu ist. Kann das funktionieren? Auf jeden Fall! Borderlands The Pre-Sequel spielt sich prinzipiell genauso wie Borderlands 2 und hat auch dieselben Macken. Die Gegner sind immer noch recht dämlich und hin und wieder gelingen Sprungaktionen oder Schüsse nicht so wie man möchte. Aber durch die frische Grafikumgebung und den zusätzlichen Möglichkeiten dank fehlender Gravitation spielt es sich halt anders. Irgendwie neuer! Die Charaktere setzen sich aber nicht wirklich von den Vorgängern - oder sollte ich sagen Nachfolgern - ab. Sicherlich der krasseste Vertreter ist die Blechbüchse Claptrap. Es lohnt sich übrigens auch, vieles auszuprobieren. Denn es gibt versteckte Minecraft-Level zu entdecken. Und ich freue mich jetzt schon auf die DLCs. Man muss aber keinen der anderen Teile gespielt haben, um sich hier zu Recht zu finden. Vernüftig wäre es jetzt natürlich, den Pre Sequel zu spielen und im Anschluss Borderlands 2. Auf jeden Fall Daumen hoch, obwohl sich nicht sehr viel geändert hat.


und sonst noch ...
Borderlands: The Pre-Sequel! (Facts)
   
weitere Testberichte:
Borderlands PC-CD/DVD 8 Sterne
Borderlands 2 PC-CD/DVD 9 Sterne




Stand: 16.11.2014
Facts
Titel: Borderlands: The Pre-Sequel!
Genre: Action
Label: 2K Games
Release: 17.10.2014 PC-CD/DVD
USK: ab 18
Release:
off. Website www.borderlandsth...




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Screenshots :














Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
Zu viert gegen die Badasses
pro Windows PC: 1 Spieler
im Internet: bis zu 4 Spieler



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