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Review

Borderlands

PC-CD/DVD
Wertung   
8 von 10 Sternen


GamesView Hotgame

von Burkhard Büttner, 19.12.2009

Der Planet Pandora ist nicht gerade die Art von Welt, auf der man gerne Urlaub machen möchte. Sie gleicht mit ihrer Einöde eher dem wilden Westen. Und genauso rau sind auch die Sitten auf Pandora, die Zivilisation findet sich in kleinen Außenposten am Rande des menschlichen Einflussbereichs: Den Borderlands. Irgendwie sind alle dort heiß auf die sagenumwobene Kammer. Verständlich, denn schließlich soll sie vollgestopft sein mit Schätzen, die vor Urzeiten von einer hochentwickelten außerirdischen Rasse dort versteckt worden sind.

Zu Beginn müssen Sie sich für einen Charakter entscheiden. Hier ist die Auswahl aber sehr knapp gehalten, es gibt lediglich 4 verschiedene Typen, alle natürlich mit besonderen Eigenschaften. Da gibt es den Söldner, der einen vollautomatischen Scorpio-Geschützturm zur Verteidigung auf stellen und sich seine Gegner vom Halse hält. Und Lilith, eine Sirene und Phasewalkerin, die sich unsichtbar und extrem schnell hinter die Feindlinien bewegen und dort mit Brand-, Schock- und Säurewaffen allerlei Unruhe stiften kann. Gehören Sie eher zu den Jägertypen, sollten Sie mit Mordecai in die Schlacht ziehen. Er ist ein hervorragender Scharfschütze und von einem Tier unterstützt wird. Zu guter Letzt ist da aber auch noch Brick, der Berserker. Wenn er in Rage gerät, ist er nahezu unbesiegbar und kann seine Gegner mit der blanken Faust erledigen. Ein weiteres Spezialgebiet sind seine Explosivwaffen. Viel einzustellen gibt es nicht, lediglich die Farbe des Outfits kann von Ihnen bestimmt werden. Nach einem wirklich gelungenen Vorspann mit absolut passender Rockmusik, werden Sie auch gleich von einer klapprigen Dose, die sich für einen Roboter hält und Ihnen Tipps gibt, empfangen. Am Anfang besitzen Sie lediglich eine einfache Waffe. Um sich zu entwickeln, müssen Aufträge angenommen und somit Geld und Erfahrungspunkte verdient werden. Für die Aufträge gibt es unterschiedliche Auftraggeber. Einige treffen Sie direkt, mit anderen kommunizieren Sie über ein schwarzes Brett. Wenn Sie die Aufgabe annehmen, müssen Sie das, was Sie besorgen sollen, auch genau dort wieder abliefern. Dabei fällt schnell auf, dass sich die besagten Personen bei jeder Tages- und Nachtzeit immer dort aufhalten. Die anfänglichen Aufgaben bringen nur recht spärlich Geld ein. und zudem müssen Sie eine ganze Menge zu Fuß zurücklegen. Erst mit steigendem Erfahrungslevel verdienen Sie auch mehr Geld und können sogar Fahrzeuge benutzen. Damit es nicht zu langweilig wird, treffen Sie unterwegs auf eine ganze Menge Gesindel und einheimische Tierarten, die Ihnen ans Leder wollen. Freunde treffen sie allerdings sehr selten, daher sind fast alle menschlichen Personen auf dieser Welt feindlich gesinnt und eröffnen auch schnell das Feuer. Wenn Sie Gegner erledigen – sei es Banditen oder Tiere – \"verlieren\" diese die unterschiedlichsten Dinge. Mal findet sich Munition, mal Geld oder auch eine Waffe. Alle diese Dinge können Sie aufsammeln und später veräußern. Die Erklärung, warum ausgerechnet beim Töten von Tieren diese Geld, Medikits und Munition verlieren, erhalten Sie Gott sei Dank sehr schnell. Denn die Antwort ist recht simpel: Diese Biester futtern alles, was Sie finden. Nun denn, das sollte fürs Erste als Erklärung langen. An bestimmten Punkten können Sie auch Waffen kaufen und verkaufen. Hierzu stehen diverse Automaten zur Auswahl. An einem Automaten können Sie Waffen und am anderen die Munition oder Ausrüstung hierzu kaufen. Und hier macht die ganze Sammelleidenschaft Sinn, denn Sie dürfen das, was Sie gefunden haben, auch verkaufen. Das verdiente und eingesammelte Geld darf dann nach Herzenslust in Ausrüstung investiert werden. Hier empfehlen sich auf jeden Fall ein ordentlicher persönlicher Schutzschild und natürlich eine Waffe mit großem Kaliber. Denn nur diese Sachen halten Ihnen vor allem lästige Viecher vom Leibe.

Im Kampf kommt es öfters zu kritischen Situationen. Da ist es nützlich, wenn man einen eigenen Schild besitzt, der vorerst die kritischen Treffer fern hält. Aber irgendwann ist auch dieser Schild im Eimer und dann geht es ganz schnell bergab mit der Gesundheit. Und wenn niemand zu Hilfe eilt, ist es schnell Essig mit dem Weitermachen, aber im Einzelspieler-Modus kommt Ihnen niemand zu Hilfe. Grundsätzlich gibt es eine Menge Checkpoints, an denen automatisch gespeichert wird. Stirbt man, geht es genau an diesen Checkpoints weiter. Aber zuvor haben Sie trotzdem noch eine letzte Chance, denn bevor Sie auf das Licht zugehen, können Sie am Boden liegend noch versuchen, dem Gegner den Garaus zu machen. Gelingt das, kann das Spiel weiter gehen.

Die Charakter-Stärke wird durch Siege bei Kämpfen und durch das erfolgreiche Abschließen von Missionen verbessert. Durch Erfahrungspunkte, den XP, kann der Charakter in höhere Erfahrungs-Levels aufsteigen. Ein Level gibt die Stärke des Charakters an und je höher er ist, umso länger wird der Gesundheitsbalken und umso bessere Waffen-Möglichkeiten erhalten Sie. Dazu gibt es nach dem 5. Level bei Erreichen eines neuen Level auch so genannte Skill-Punkte, mit denen Action-Skills gekauft werden können. Mit diesen Punkten kann der Charakter aufgemöbelt werden und die Skills beeinflussen direkt dessen jeweilige Stärken. Obwohl hier einige Rollenspiel-Elemente zum Tragen kommen, passt Borderlands eher in die Kategorie Ego-Shooter.

Die Steuerung erfolgt mittels Tastatur und Maus. Das Microsoft scheinbar allgegenwärtig ist, beweist das beiliegende Handbuch. Hier werden neben der Tastenbelegung für den PC nämlich auch gleich die Belegungen für den Xbox-Controller mitgeliefert. Warum kein PS3-Controller dabei ist, darüber mag sich jeder selbst einen Reim darauf machen. Borderlands geht aber bei der Tastaturbelegung keinen eigenen Weg und orientiert sich an der Genre-üblichen Standard-Belegung. Gut so, zumindest ist hier keine Übung erforderlich, um sich zu Recht zu finden. Fahrzeuge können per Tastendruck bestiegen werden und je nachdem, an welcher Stelle man das Fahrzeug betritt, steigen Sie als Fahrer oder als Kanonier ein. Beim Fahren ist allerdings etwas Übung angesagt, denn links oder rechts wird das Fahrzeug nur mir den Mausbewegungen gesteuert, während mit der rechten Maustaste das Geschütz bedient wird.

Grafisch setzt sich Borderlands definitiv von anderen Shootern ab, denn es bewegt sich so weit weg vom allgemeinen Trend, immer realistischere Shooter ins Leben zu rufen, dass man den Mut einfach nur bewundern muss. Den Stil kann man am besten mit denen von Comics vergleichen, dabei darf man nicht vergessen, dass dieses Spiel nur eine USK-Freigabe ab 18 erhalten hat. Und so spielt es sich auch, allerdings wird es dabei nicht blutrünstig. Man muss sich vorstellen, einen Comic zu lesen. Allerdings werden Sie direkt in diese Comic-Welt hinein versetzt. Die Welt von Pandora ist eher eintönig mit viel Steinen und vertrockneten Ebenen. Während die KI der Gegner recht moderat ausfällt, hat man bei den schwierigeren Boss-Gegnern mehr damit zu tun, die richtige Waffe zu wählen. Denn mit der falschen Waffe wird schnell klar, dass die Chancen zu gewinnen eher gering sind. Weniger Mut hatten die Programmierer bei der Soundkulisse. Okay, der Soundtrack zu Beginn ist schon krass, aber die Geräusche während des Spiels sind eher durchschnittlich.

Wahlweise kann man auch 3 andere Mitspieler einladen, gemeinsam die Missionen zu absolvieren. Allerdings passt sich das Spiel dem Skill der Spieler an, es wird also nicht unbedingt einfacher, wenn man gemeinsam spielt. Schwierig beim Online-Spiel ist natürlich, sich untereinander zu verständigen. Die meisten werden sicherlich einfach mal nur so an einem Online-Spiel teilnehmen. Uns ist es zum Testzeitpunkt leider nicht gelungen, in ein Online-Spiel einzuklinken. Als kleine Abwechslung zwischendurch darf man sich mit seinen Mitspieler auch in Arenen duellieren, aber das wird nach der Zeit eintönig. Ein klassisches Online-Spiel mit Team-Spielen oder Deathmatch gibt es in Borderlands nicht. Dafür werden sämtliche Erfahrungspunkte, die Sie online erwerben, auch auf Ihren Einzelspieler-Charakter übernommen.


Fazit PC-CD/DVD

von Burkhard Büttner

Für mich ist dieses Spiel ein Highlight des Jahres, zumindest was die Idee betrifft, einen völlig anderen Grafikstil zu verwenden. Dieser Comic-Stil ist anfangs ziemlich befremdlich und das Spiel könnte einen richtig fesseln, wären da nicht diverse Kleinigkeiten, die stören. Eine Handlung sucht man vergeblich, sieht man von der Kammer einmal ab. Abwechslung kommt auch wenig auf, es sei denn man trifft auf die schweren Burschen. Teilweise nerven die "Missionen" weil man dauernd irgendwo hinlaufen oder fahren muss und es die Welt von Pandora ist sehr starr, es fehlt Leben. Trotzdem aber ist das Spiel irgendwie cool, obwohl ich es nicht geschafft habe, online an einem Spiel teil zu nehmen. Fazit: Die Schwächen liegen eher im Detail und trüben den Gesamteindruck, aber es handelt sich um einen tollen Shooter, der Sie in eine völlig neue Grafikwelt versetzt


und sonst noch ...
Borderlands (Facts)
   
weitere Testberichte:
Borderlands 2 PC-CD/DVD 9 Sterne
Borderlands: The Pre-Sequel! PC-CD/DVD 8 Sterne




Stand: 19.12.2009
Facts
Titel: Borderlands
Genre: Action
Publisher: 2K
Release: 30.10.2009 PC-CD/DVD
USK: ab 18
Release:
Entwickler: Gearbox




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Multiplayer-Modus
Multiplayer: vorhanden
Zu viert gemeinsam die Missionen absolvieren.
pro Windows PC: bis zu 2 Spieler
im Internet: bis zu 4 Spieler



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